Krefeld: Die Zahl der Rumänen in Krefeld stieg um mehr als 25 Prozent

Krefeld: Die Zahl der Rumänen in Krefeld stieg um mehr als 25 Prozent

Das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) stellt Zahlen zur ausländischen Bevölkerung vor.

Nie lebten mehr Ausländer in Nordrhein-Westfalen als im vergangenen Jahr. Die Zahl stieg um 2,4 Prozent auf gut 2,5 Millionen. In Krefeld verzeichnete das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) im selben Zeitraum eine Zunahme von Einwohnern ausländischer Nationalität um 3,2 Prozent von 37.435 auf 38.635 Personen.

An der Zunahme waren drei Nationalitäten überproportional beteiligt: Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der in Krefeld lebenden Rumänen um 26,4 Prozent von 1760 auf 2225 Männer, Frauen und Kinder. Bei den Menschen aus Syrien steht ein Plus von 15,3 Prozent zu buche. Statt 2196 im Jahr 2016 waren es zum Jahresende 2530 Personen mit entsprechendem Pass. Mit einem Anstieg um 225 auf 1735 Menschen liegen die Bulgaren bei einem Plus von 14,9 Prozent.

Der Anteil der Menschen aus Afrika, Amerika und Australien sowie Ozeanien ist in der Stadt Krefeld rückläufig. Die Zahl der Europäer wuchs um 1010 auf 29.800, die der Asiaten um 295 auf 6715.

Unabhängig von den Änderungen und Trends ist die Gruppe der Türken mit 7805 Menschen die größte ausländischer Nationalität in der Stadt Krefeld. Das sind 160 Personen weniger als im Vergleichsjahr 2016. Es folgen Polen (4510), Italiener (2610), Rumänen (2225), Syrer (2196) und Griechen (2185).

Die meisten Afrikaner in Krefeld stammen aus Marokko (320), die meisten Amerikaner aus den USA (145). Bei den Asiaten folgen nach den Syrern die Iraker (785) und Afghanen (605). Die kleinsten Gruppen bilden in Krefeld die Luxemburger und die Zyprer mit jeweils zehn Menschen. 265 Männer, Frauen und Kinder sind staatenlos.

Ende 2017 lebten in Nordrhein-Westfalen 2.572.000 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Wie die amtliche Statistikstelle des Landes nach Auswertung des Ausländerzentralregisters mitteilt, waren das 59.100 Ausländer beziehungsweise 2,4 Prozent mehr als Ende 2016. Dies ist die höchste jemals ermittelte Zahl von Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Nordrhein-Westfalen.

Regional betrachtet zeigt sich, dass die Zahl der Ausländer in 48 der 53 kreisfreien Städte und Kreise angestiegen ist, nur in fünf Fällen war sie rückläufig. Die stärksten Zuwächse der Ausländerzahl waren bei Personen mit syrischer Staatsangehörigkeit (+16.300) festzustellen, gefolgt von Personen mit rumänischem (+12.300) und bulgarischem Pass (+7400). Die größte ausländische europäische Nationalitätengruppe in Nordrhein-Westfalen waren Ende 2017 weiterhin Personen mit türkischer Staatsangehörigkeit (497.600), gefolgt von Personen mit polnischer (216.200) und italienischer Staatsangehörigkeit (141.400). Bei den außereuropäischen Staatsangehörigkeiten waren Ende 2017 am häufigsten Personen mit syrischem (190.400), irakischem (76.400) und afghanischem (40.200) Pass vertreten.

Differenziert nach Kontinenten besaßen 1.818.200 der in Nordrhein-Westfalen lebenden Ausländer eine europäische Staatsangehörigkeit, darunter fast eine Million Personen (999.800) mit dem Pass eines EU-Mitgliedsstaates. Weitere 541.900 Ausländer hatten eine asiatische, 147.300 eine afrikanische, 41.100 eine amerikanische und 2700 eine australisch/ozeanische Staatsangehörigkeit. Wie die Statistiker weiter mitteilen, lebte 2017 gut jeder zweite (55,3 Prozent) Ausländer bereits seit mindestens acht Jahren in Deutschland und könnte somit einen Anspruch auf Einbürgerung geltend machen. Ferner lebten 37,0 Prozent schon mehr als 20 Jahren in Deutschland. Die Ergebnisse basieren auf Daten des Ausländerzentralregisters (AZR), das beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geführt wird. Erfasst werden nur Personen, die ausschließlich eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen.

(sti)