Krefeld: Die Zahl der Ärztinnen an Krefelder Krankenhäusern steigt um 89 Prozent

Krefeld: Die Zahl der Ärztinnen an Krefelder Krankenhäusern steigt um 89 Prozent

Im selben Zeitraum (2006 bis 2016) stand für das Pflegepersonal nur ein Plus von 2,3 Prozent zu Buche. Das teilten die Landestatistiker gestern mit.

Die Zahl der Ärzte an Krankenhäusern hat sich in den zurückliegenden Zehn Jahren in Krefeld rasant von 544 auf 847 (plus 55,7 Prozent) entwickelt. Fast jede zweite Stelle ist mit einer Ärztin besetzt (46 Prozent). Seit 2006 ist der Anteil der Frauen am ärztlichen Personal deutlich um 89 Prozent gestiegen. Vor zehn Jahren waren 208 hauptamtliche Ärztinnen angestellt. 2016 waren es 393. Das teilte das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) gestern mit.

Bezeichnend für die Entwicklung im Gesundheitswesen, sind die Zahlen für das Verwaltungs- und Pflegepersonal. Die blieben nämlich im Trend deutlich zurück. Für das sogenannte nicht ärztliche Personal steht im Beobachtungszeitraum ein Plus von sechs Prozent zu Buche. Statt 3214 in 2006 verdienten 3408 Arbeitnehmer in Krefelder Krankenhäusern ihren Lebensunterhalt. Der Anteil der Frauen daran beträgt 80 Prozent, der beim Pfegepersonal 83,4 Prozent. 1607 Angestellte kümmerten sich ganz direkt um das Wohl der Patienten. Das sind nur 2,3 Prozent mehr als vor zehn Jahren. 40 Prozent davon sind lediglich teilzeitbeschäftigt.

Ende 2016 waren in den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern 41.262 hauptamtliche Ärztinnen und Ärzte sowie 218.229 Personen als nichtärztliches Personal tätig. Wie die amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, stieg der Anteil des weiblichen, hauptamtlich tätigen ärztlichen Personals im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte auf 45,4 Prozent. Im Jahr 2006 hatte der Anteil der Ärztinnen noch bei 38,8 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Jahr 2006 hat sich die Zahl der Ärztinnen um 58,1 Prozent, die ihrer männlichen Kollegen um 20,3 Prozent erhöht.

Von den 41.262 im Krankenhaus tätigen hauptamtlichen Ärztinnen und Ärzten stand im Jahr 2016 knapp ein Viertel (22,2 Prozent) in einem Teilzeitbeschäftigungsverhältnis. 2006 hatte ihr Anteil noch bei 14,6 Prozent gelegen. Während 11,9 Prozent der Ärzte in Teilzeit arbeiteten, waren es bei den Ärztinnen 34,5 Prozent. 70,7 Prozent aller teilzeitbeschäftigten Ärzte waren weiblich. 79,7 Prozent des nichtärztlichen Personals (218 229 Personen) waren Frauen. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten beim männlichen nichtärztlichen Personal lag bei 20,0 Prozent, beim weiblichen nichtärztlichen Personal bei 54,2 Prozent. 91,4 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten beim nichtärztlichen Personal waren Frauen.

Etwa die Hälfte des nichtärztlichen Personals (46,8 Prozent) war 2016 im Pflegedienst tätig. Im medizinisch-technischen Dienst arbeiteten 19,5 Prozent und weitere 13,9 Prozent waren im Wirtschafts-, Versorgungs- und Verwaltungsdienst beschäftigt. Der Anteil des Personals im Funktionsdienst lag bei 13,7 Prozent. 6,1 Prozent waren als sonstiges Personal (z. B. klinisches Hauspersonal, technischer Dienst, Sonderdienste) eingesetzt.

Darüber hinaus waren im Jahr 2016 in den 348 nordrhein- westfälischen Krankenhäusern 504 Belegärztinnen und Belegärzte (einschließlich bei Belegärzten angestellte Ärzte) sowie 300 Zahnärztinnen und Zahnärzte tätig.

(sti)