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Die Türkische Union in Krefeld lädt zum Trauermarsch ein

Gewalttat in Hanau : Die Türkische Union lädt zum Trauermarsch ein

Zum Gedenken an die Opfer der Gewalttat in Hanau beginnt heute ein Kundgebung am Hauptbahnhof.

(sti) Die Fassungslosigkeit in der türkischen und muslimischen Gemeinde in Krefeld immer noch sehr präsent. Der Schmerz über den schrecklichen und rechtsextremen Terroranschlag von Hanau sei auch eine Woche nach den Ereignissen sehr tief, erklärte die Union der türkischen und islamischen Vereine in Krefeld und Umgebung. Sie rufe alle Krefelder auf, um gemeinsam den Opfern dieses rassistischen Verbrechens von Hanau zu gedenken. Der Trauermarsch am heutigen Freitag beginne um 14 Uhr vor dem Krefelder Hauptbahnhof und ende mit einer Kundgebung am Rathaus. Im Anschluss der Kundgebung werde es ein Trauergebet geben.

Ibrahim Son, Vorstandsvorsitzender der Union, sagte: „Solche schreckliche Anschläge sollen weder in unserer Stadt, noch irgendwo anders erneut vorkommen. Krefeld war schon immer eine tolerante Stadt. So wollen wir alle Krefelder ermutigen, am Trauermarsch teilzunehmen und ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus, Terror und Hass zu setzen. Es soll ein Signal der Verbundenheit mit den Familien der Opfer und die Solidarität aus unserer Stadt gesendet werden. Niemand sollte Opfer von Hetze, Hass und Diskriminierung sein und Angst um sein Leben haben müssen. Wir alle sind Teil der Gesellschaft.“

Die Union der Türkischen und Islamischen Vereine in Krefeld und Umgebung ist in der Rechtsform eines Vereins eine Vereinigung von derzeit 13 Vereinen. Neben den Moscheegemeinden in Krefeld sind auch Sport-, Bildungs –und Frauenvereine in der Union vertreten. Sie wurde 1993 ins Leben gerufen. Die Union agiert nach eigenen Angaben als zentraler und lokaler Sprecher und Vertreter seiner Mitgliedsvereine nach außen.

(sti)