Krefeld: Die Ströpppantöffelchen können singen und tanzen

Krefeld: Die Ströpppantöffelchen können singen und tanzen

Die Fidele Ströpp ließen in ihrer Galasitzung im Saal Gietz die Narretei gebührend hochleben.

"Es lebe hoch die Narretei"— dieser Zeile aus dem Vereinslied machten die Mitglieder der Gesellschaft Fidele Ströpp 1951 am Samstagabend bei ihrer Gala-Sitzung alle Ehre. Der Saal Gietz in Fischeln war dicht besetzt mit fantasievoll kostümierten Jecken, die sich schon zu Beginn warm schunkelten. Der närrische Abend begann mit einem Generationswechsel: Zu Beginn der Gala-Sitzung verabschiedeten die Ströpp einen der Ihren — aber nicht so ganz: Nach 18 Jahren als Sitzungspräsident vermachte Horst Esters das Amt seinem Schwiegersohn Oliver Troost.

Allerdings bleibt er den Ströpp erhalten. Er wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt und erhielt von seinem Nachfolger eine eigens für ihn neu bestickte Mütze. Das folgende Sitzungsprogramm bot eine bunte Mischung aus Auftritten, Büttenreden, Tanzvorführungen und viel Musik. Nach Einmarsch und Tanz der beiden Ströpp-Garten machte Felix Dietsch den Auftakt. Er löste Ströpp Lothar Hanke ab, der sonst mit seinen Betrachtungen "ein Narr sieht alles" scharfsinnig das Fischelner Ortsgeschehen hatte Revue passieren lassen. Das Eigengewächs der Ströpp hatte eine eigene Rede geschrieben: Getarnt als Holländer sinnierte er darüber, dass er in den schönsten Stadtteil Krefelds gefahren sei: "nach Königshof!"

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Der Königshofer Niederländer Dietsch betrachtete zuerst sein Inneres: Er leide "an Organverschiebung: Meine Leber ist im..." - um sich dann damit zu befassen, dass er vor dem Fischelner Schützenfest seinem Kumpel erst einmal habe helfen müssen, eine Lärmmess-Station zu installieren. Die Fischelner Jecken feierten die Premiere mit Applaus. Weiter ging's mit dem "Mann mit Koffer", der über den Umgang mit dem Finanzamt sinnierte oder über das Verhalten von 2000 Frauen auf einem Kreuzfahrtschiff...

Als Gäste kamen im Laufe des Abends die Garde Blau-Weiß Vilkerath oder ein "Rheinischer Spassvogel". Begeistert aufgenommen wurden wie immer die Einlagen der Ströpp-Mitglieder. So zeigten die "Ströpppantöffelchen" ihre Version von Grease oder sie nahmen die Jecken mit auf eine musikalische Weltreise. Nach dem Programm wurde heiter weiter gefeiert.

(RP)