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Krefeld: Die Stadtverwaltung pfeift ihre Hundepolizei zurück

Krefeld : Die Stadtverwaltung pfeift ihre Hundepolizei zurück

Entgegen ihrer bisherigen Ankündigungen wird die Stadt nun wahrscheinlich doch keine Hundebestandsaufnahme durch einen externen Dienstleister vornehmen lassen. Grund ist die unverhofft hohe Anmeldezahl von 1091 neu zu versteuernden Hunden in den vergangenen Monaten.

"Bereits durch die Ankündigung der Untersuchung sind sich letztlich so viele Menschen in Krefeld darüber bewusst geworden, dass sie einen Hund besitzen, und dass sie dafür auch Steuern bezahlen müssen, so dass der Effekt schon im Vorfeld zu einem sehr umfangreichen Stand eingetreten ist", informierte Mayer. Der ursprüngliche Effekt, den die Beauftragung der Firma hätte haben sollen, sei in dem Umfang nicht mehr gegeben, und zur Zeit gebe es Verhandlungen mit dem Unternehmen darüber, inwiefern eine Untersuchung noch nötig sei. Mit Hinweis auf die Vertraulichkeit von Vertragsangelegenheiten beließ es Mayer bei dieser Erklärung.

Auf Nachfrage erläuterte Stadtsprecherin Angelika Peters einige Details. "Grundlage für die Auftragsvergabe sollte bei der Durchführung der Hundebestandsaufnahme eine erfolgsorientierte Honorargestaltung sein, das heißt, nur für neu zur Versteuerung kommenden Hunden war eine Honorarzahlung vorgesehen". Die inzwischen eingetretene Entwicklung der steuerlich gemeldeten Hunde in Krefeld erfordere eine "Neukalkulation des Aufwandes für die Durchführung der geplanten Hundezählung, so dass hierfür eine zusätzliche Mittelbereitstellung von 56.900 Euro durch die Verwaltung geboten erschien". Zahlungen seien bislang nicht erfolgt. Steuerlich erfasst seien zum Stichtag 26. Oktober 13.444 Hunde. Zum nächsten Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften plane die Verwaltung, der Politik einen "modifizierten Vorschlag zum weiteren Vorgehen in der Sache" zu unterbreiten.

(RP)