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Krefeld: Die Pro-Kopf-Verschuldung in Krefeld sinkt um 30 Euro

Krefeld : Die Pro-Kopf-Verschuldung in Krefeld sinkt um 30 Euro

Das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik stellte gestern die neuen Zahlen über die Verschuldung der Kommunen vor.

Nach Jahren des Nothaushalts scheint die Stadt Krefeld ihre Finanzen wieder besser in den Griff zu bekommen. Während die Schulden der Kommunen in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent im Vergleich zu 2015 gestiegen sind, verzeichnet die Seidenstadt ein Plus von 0,3 Prozent. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 3864 Euro. Das sind 30 Euro weniger als im Vergleichszeitraum und ein Minus von 0,8 Prozent. Insgesamt steht die Stadt Krefeld und ihre Eigenbetriebe laut Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) mit 870 Millionen Euro in der Kreide.

Positiv merken die Statistiker an, dass die Kommune offenbar keine riskanten Geschäfte mit Wertpapieren gemacht hat. In dieser Rubrik tauchen anders als etwa in Essen keine Schuldenbeträge auf. Die Tendenz in Krefeld ist eindeutig positiv, denn die Schuldenentwicklung zeigt in allen Sparten in die richtige Richtung - geringere Belastung durch Investitionskredite und durch Kassenkredite. Nur die Eigenbetriebe beziehungsweise Anstalten des öffentlichen Rechts (zum Beispiel Abwasserentsorgung) legen bei den Schulden noch einmal deutlich zu - plus 5,7 Prozent auf 278,5 Millionen Euro.

Für Nordrhein-Westfalen erreichten die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände Ende 2016 mit 63,4 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. Wie die amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, waren das 1,5 Milliarden beziehungsweise 2,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Rein rechnerisch ergibt sich damit für jeden Einwohner des Landes eine Verschuldung von 3551 Euro. Bei dieser Betrachtung sind neben den Schulden der Kernhaushalte auch die Schulden der kommunalen Eigenbetriebe, der eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen und der kommunalen Anstalten öffentlichen Rechts enthalten.

Vor zehn Jahren hatte der Schuldenstand in NRW noch bei 48 Milliarden Euro gelegen. Die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung war Ende 2016 um 33,4 Prozent höher als Ende 2006 (damals: 2663 Euro, in Krefeld 3259 Euro). Die Schulden der kommunalen Kernhaushalte beliefen sich Ende vergangenen Jahres auf 52 Milliarden Euro; sie setzten sich aus Kassenkrediten in Höhe von 26,7 Milliarden Euro, langfristigen Krediten in Höhe von 23,3 Milliarden Euro sowie Wertpapierschulden in Höhe von 1,6 Milliarden Euro zusammen.

(sti)