Die neue Kita am Wasserturm in Krefeld-Hüls soll ab Sommer gebaut werden.

Neue Kita in Krefeld-Hüls : Architekten stellen neue Hülser Kita vor

Die neue Kita am Hülser Wasserturm soll nachhaltig gebaut werden und setzt vor allem auf den Baustoff Holz und modulare Bauweise. Sechs Gruppen mit bis zu 130 Kindern sollen in dem sechs Millionen-Bau Platz finden.

Mit einer bebauten Fläche von 1236 Quadratmetern, 4617 Quadratmetern Gesamtfläche und einem Kostenrahmen von rund sechs Millionen Euro ist die neue Kita am Hülser Wasserturm durchaus ein Großprojekt. In nur einem Jahr soll sie entstehen und dann insgesamt sechs Gruppen von Kindern beherbergen. 22 bis 25 Mitarbeiter sollen sich um die Kinder kümmern und eine großzügige Außenfläche für viel Abwechslung im Spiel sorgen. Das sind die Rahmendaten für das Projekt an der Cäcilienstraße.

Das bisherige Brachgelände neben dem Wasserturm bietet reichlich Möglichkeit für die Architekten. Doch auch der Begegnungsgarten nahe dem Aldi-Markt bleibt bestehen. „Dass dieser bestehen bleibt, ist uns wichtig und freut uns sehr“, sagte FDP-Vertrter Klaus-Dieter Ohlig in der Bezirksvertretung, wo die Pläne am Dienstag von den Architekten Bettina Kempen und Martin Kleinheyer vorgestellt wurden.

Die kurze Bauzeit wollen die Verantwortlichen durch eine modulare Bauweise erreichen. Die Wände des weitgehend in Holz ausgeführten Gebäudes werden sehr weitgehend vorgefertigt und vor Ort lediglich noch montiert. „Es gibt nur einen Betonsockel als Fundament. Darauf werden die Wände gesetzt. Durch die modulare Bauweise können wir sehr schnell und vergleichsweise kosteneffektiv bauen“, sagte Kempen in ihrer Präsentation. Bestimmendes optisches Element wird eine „Vogelneststruktur“ aus unregelmäßigen, in Holzoptik ausgeführten Streben rund um die erste Etage des Hauptgebäudes. Dieses enthält neben zwei Kita-Gruppen mit allen Gemeinschaftsräumen im Obergeschoss auch die Verwaltung, eine Mensa und einen Raum, der auch als Familienzentrum zur Verfügung steht. Ein Gang verbindet das Gebäude dann mit zwei weiteren Bauten, die jeweils zwei weitere Gruppen aufnehmen sollen.

„Wir sollten auch die Möglichkeit vorsehen, dass Veranstaltungen stattfinden können. Darum sehen die Pläne vor, dass am Durchgang zu den hinteren Gebäuden eine Bühne aufgebaut werden kann, die aus der Mensa und aus dem Raum für das Familienzentrum einsichtig ist“, erläuterte die Architektin. Damit entstünde ein Raum von über 200 Quadratmetern, der für verschiedene Veranstaltungen nutzbar sei.

Das Außengelände sei so gestaltet, dass sich eine Art Spirale rund um das Haus entspanne, in deren Folge die Spielgeräte anspruchsvoller würden. „Im Raum zwischen den Gebäuden liegt ein windgeschützter Innenhof für die Kleinsten. Dann geht es rund um das Gebäude, und am Ende sind wesentlich anspruchsvollere Kletter- und Spielmöglichkeiten verbaut“, sagte Kempen.

Die Bezirksvertreter zeigten sich im Grundsatz angetan von den Plänen. Zwar hatten sie viele Rückfragen, wie auch einige Kritikpunkte, im Großen und Ganzen fand der Bau aber die Zustimmung der Anwesenden. Schon im Sommer 2020 werden, so ausreichend Handwerksunternehmen gefunden werden, die ersten Kinder betreut werden.

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