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Die Krefelderin Célia Maria Fernandes Azevedo tritt bei Deutschland sucht den Superstar an.

RTL-Castingshow : Krefelderin will Deutschlands Superstar werden

Die 24 Jahre alte Krefelderin Célia Maria Fernandes Azevedo tritt bei der RTL-Show Deutschland sucht den Superstar auf. Am Dienstag wird ihr Casting ausgestrahlt.

Eigentlich singt Célia Maria Fernandes Azevedo gemeinsam mit ihren Brüdern Stefan und David in einer portugiesischen Band. Als Tochter portugiesischer Eltern hat sie auch die Staatsangehörigkeit des Landes auf der iberischen Halbinsel. Doch sie ist ebensosehr Krefelderin wie Portugiesin, ist in der Seidenstadt geboren und lebt ihr ganzes bisheriges Leben hier. Die Musik wurde ihr in die  Wiege gelegt. „Schon mein Vater hat in einer Band gespielt“, erzählt die medizinische Fachangestellte. Ihre heimliche Leidenschaft sind dabei aber nicht die Salsa-, Latin- und Merengue-Klänge, die sie in ihrer Band „Segura/te“ (zu Deutsch „halt Dich fest“) spielt. Die 24-Jährige liebt Schlager.

Und so ist es für ihre Freunde nicht ganz so überraschend, dass sie nun mit einem Song von Helene Fischer an der RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ teilnahm. „Ich habe schon als Kind gern Schlager gehört und gesungen. Es ist auch nicht Deutschrock oder so, sondern wirklich Schlager. Mir gefällt das einfach“, sagt die junge Frau. Zum Casting ging sie auf Betreiben einer Freundin. „Meine Freundin Catia hat mich ständig gedrängt, dahin zu gehen, und meinte, ich singe so gut. Irgendwann habe ich mich dann breitschlagen lassen. Ich war aber sehr unsicher und habe zunächst auch niemandem davon erzählt. Für meine Eltern sollte es eine Überraschung sein“, erzählt Fernandes-Azevedo.

Der Moment, als sie vor die Jury trat, sei surreal gewesen. „Ich stand da plötzlich vor Dieter Bohlen, Oana Nechiti, Xavier Naidoo und Pietro Lombardi, die ich nur aus dem TV kannte. Dieter hat dann einen Witz gemacht, ob ich Verkäuferin sei und ob er mich mit Pietro verkuppeln könne. Das  habe ich aber in dem Moment gar nicht richtig mitbekommen. Als dann die Musik losging, war ich im Tunnel. Ich habe alles um mich herum vergessen“, berichtet die junge Frau von ihrer ersten Kameraerfahrung auf großer Bühne.

Doch wie war es nach dem Song? „Da kam die Nervosität wieder“, erinnert sie sich und lacht. „Meine Beine haben gezittert. Aber die Jurymitglieder waren alle total  nett und haben mir sehr freundlich Feedback gegeben“, führt sie fort. Ob das Feedback inhaltlich gut oder schlecht war, das darf sie nicht sagen. „Dann würde ich ja allen, die mich kennen, die Spannung nehmen“, sagt sie grinsend.

Nichts zu erzählen sei dabei nicht immer einfach. „Klar, viele Freunde kommen an und sagen ‚ach, komm, mir kannst Du es doch sagen’. Aber ich antworte dann immer, dass das jeder andere auch so sieht, und dann ist es halt überall bekannt. Einige lassen nicht locker, aber die Leute sollen ja aus der Sendung und nicht von Instagram oder so erfahren, wie es gelaufen ist“, berichtet die Angestellte einer Hausarztpraxis.

Entsprechend darf sie auch nur theoretisch erzählen, wie es weitergeht. „Das Casting ist im September in Königswinter aufgezeichnet worden. Wenn ich weiterkomme, dann bin ich das nächste Mal mit dem Recall zu sehen. Danach folgt dann eine Aufzeichnung in Afrika, und danach stehen die Live-Sendungen an“, erzählt sie. Doch was passiert, falls sie am Ende als Siegerin dasteht und einen Plattenvertrag bekommt? Singt sie dann portugiesisch oder deutschen Schlager? „Auf jeden Fall Schlager“, antwortet sie wie aus der Pistole geschossen. „Das ist die Musik, mit der ich teilgenommen habe und die mir am Ende auch am meisten am Herzen liegt. Unsere Musik mag ich auch sehr, aber der Schlager ist noch ein Stückchen darüber.“ Die Musik jedenfalls sei ihr Traumberuf. „Davon zu leben, davon träume ich schon lange“, sagt sie. Gelingt es, hat sich Freundin Catia sicher eine Einladung verdient.