Krefeld: Die Krefelder FDP ist auf Angriff gestimmt

Krefeld: Die Krefelder FDP ist auf Angriff gestimmt

Vorsitzender Joachim C. Heitmann erklärte auf dem Kreisparteitag, dass die Liberalen die Voraussetzungen für eine neue Mehrheit im Rat nach der nächsten Kommunalwahl schaffen wollen.

Die Krefelder FDP sieht sich hervorragend aufgestellt und will nach schweren Jahren wieder gestalten. Das war die vordringliche Botschaft des Kreisparteitages der Liberalen, der am Samstag in der Gaststätte "Schwarzes Pferd" an der Moerser Straße stattfand. Die guten Wahlergebnisse auf Bundes- und Landesebene sorgten generell schon für positive Stimmung bei den Mitgliedern. Gerade in der Seidenstadt war die Partei stark gewesen und hatte bei der Bundestagswahl mit 17,42 Prozent der Zweitstimmen im Wahlkreis 110 - mit Spitzenkandidat Otto Fricke - das zweitbeste Ergebnis deutschlandweit abgeliefert.

Dieses neue Selbstvertrauen zeigte sich auch in der Rede des Kreisvorsitzenden Joachim C. Heitmann, der davon sprach, dass es das Ziel sei, in der zweiten Hälfte der Amtszeit von Oberbürgermeister Frank Meyer - den er als "Feel-Good-Bürgermeister" bezeichnete - "die Voraussetzungen für eine neue Mehrheit im Stadtrat nach der nächsten Kommunalwahl zu schaffen. Für eine Gestaltungsmehrheit mit deutlich liberaler Handschrift."

Doch nicht nur in den Wortmeldungen war die Zufriedenheit der Liberalen mit ihrer aktuellen Situation auch und besonders in Krefeld zu erkennen. Die Wahlergebnisse waren ebenfalls entsprechend eindeutig. Heitmann als erster Vorsitzender, Bundestagsabgeordneter Otto Fricke und Florian Philipp Ott als stellvertretende Vorsitzende, Carsten Repges als Schatzmeister und Alexander Schmitz als Schriftführer wurden nicht nur wiedergewählt, alle fünf Wahlen zusammen ergaben bei jeweils 40 Wahlberechtigten kumuliert nur eine Gegenstimme und drei Enthaltungen.

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Das Scheitern der "Jamaika"-Verhandlungen in Berlin wurde von den Anwesenden nicht nur in Reden als richtig bezeichnet, auch der generelle Meinungstenor zeigte Zufriedenheit mit der Handlung der Parteiführung, auch wenn die Kommunikation nach außen auch von Heitmann bemängelt wurde. "Die Union ist auf unsere Positionen nicht eingegangen. Einige davon werden nun in der großen Koalition sogar umgesetzt", sagte Fricke, der bemängelte, CDU/CSU hätten sich viel zu sehr auf die Grünen konzentriert.

Schließlich begrüßten die Krefelder Bernd Reuter, Vorsitzender des Kreisverbandes Wesel sowie Bundestagsabgeordneter und dort im Verkehrsausschuss des Parlaments. Er sprach über Verkehrsprojekte vom Eisernen Rein über den Ausbau der A 57. Außerdem bezog er Stellung zur Dieselproblematik und erklärte, die FDP stehe hier für eine Verantwortung der Industrie. Er forderte, dass nicht der Bürger über Fahrverbote das Fehlverhalten ausbaden müsse. Die Unternehmen müssten mit Hardwarenachrüstung zu ihrer Verantwortung stehen. Insgesamt sehen sich die Liberalen gut aufgestellt und auf "Angriffskurs".

(RP)