Krefeld: Die Haltestellen-Möbel am Ostwall

Krefeld: Die Haltestellen-Möbel am Ostwall

Nun liegen die Pläne zur Möblierung von Krefelds Hingucker-Haltestelle vor. Wir zeigen sie.

Ende März wird es endlich soweit sein. Dann wird der bisher kahle Platz unter der aufwendigen Glaskonstruktion der Ostwall-Haltestelle mit Bänken und Automaten, von Fachleuten auch Mobiliar genannt, bestückt. Dies hatte Ratsherr Jürgen Wettingfeld (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Bauen, Wohnen und Mobilität, in der jüngsten Sitzung angekündigt und gleichzeitig die Verwaltung aufgefordert, den Fraktionen einen Plan der Möblierung zur Verfügung zu stellen. Dies ist nun geschehen.

Seitenansicht Bank mit Windschutz. Foto: Stadt Krefeld

So wird es, wie auf dem großen Plan zu sehen, jeweils einen Fahrkartenautomaten an jeder Seite der Haltestelle geben. Neben dem Automaten hängt ein Fahrplan. Sechs Sitzbänke werden auf dem Areal verteilt aufgestellt. Auf dem kleinen Plan seiht man, wie die Bänke mit Windschutz im Querschnitt aussehen werden. Zwei weitere Fahrpläne vervollständigen das Mobiliar.

Foto: Strücken

Eine zweckmäßige Möblierung ist besonders an Krefelds größter und optisch auffälligster Haltestelle wichtig. Tagtäglich steigen am Ostwall rund 40.000 Menschen um.

Schwachstelle der 3,28 Millionen teuren Dachkonstruktion sind die Glaselemente. Von den 108 Einzelelementen sind bis heute schon zwei gerissen, die ebenfalls bis Ende März/Anfang April repariert sein sollen. Die Stadtverwaltung hatte dieses Datum in der jüngsten Ratssitzung bekannt gegeben. Gutachter untersuchten zurzeit, ob es sich bei den Schäden am Glas um Montagefehler handele, die beim Einbau passiert seien, oder ob das Glas den Erschütterungen, die von den vorbeifahrenden Bahnen verursacht werden, nicht standhält.

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Um die Glaselemente einsetzen zu können, werden sowohl die Haltestelle als auch der Ostwall für den Zeitraum der Arbeiten gesperrt. Die Stadt hofft auf geringe Einschränkungen für die Nutzer der Haltestelle und des Ostwalls, da die Reparatur in die Zeit der Osterferien fällt.

Das imposante Glasdach der Haltestelle ist 120 Meter lang und wiegt 100 Tonnen. Die gesamten Bau- und Sanierungskosten beliefen sich auf 20 Millionen Euro, wovon die Stadt jedoch nur 11,26 Millionen Euro zahlen musste, da es für dieses Bauprojekt Fördergelder in Höhe von 9,21 Euro gab.

Grund für die Rundumerneuerung, die mit Planung insgesamt neun Jahre dauerte und zuvor über mehrere Jahrzehnte diskutiert worden war, waren veraltete Gleisanlagen und Gleistechnik. Sie hätten in jedem Fall ersetzt werden müssen.

(RP)