Die Gesamtschule ist der beliebteste Schultyp in der Stadt Krefeld

Bildung : Die Gesamtschule ist der beliebteste Schultyp im Krefelder Stadtgebiet

Die fünf Gesamtschulen in der Stadt haben den Gymnasien den Rang abgelaufen und in Sachen Attraktivität eine Position erarbeitet, die in NRW besonders ist.

Krefeld ist die Stadt der Gesamtschulen: Die Beliebtheit des Schultyps ist in der Seidenstadt deutlich größer als im Rest Nordrhein-Westfalens. 41,9 Prozent aller Grundschüler der Klassen vier haben sich mit ihren Eltern nach Schuljahrsende in 2017 für einen Besuch der Gesamtschule entschieden. Das waren exakt 777 Kinder. Im Landesmittel entfielen nur 28 Prozent auf die Viertklässler, die als weiterführende Schule die Gesamtschule gewählt haben. Die Quote ist deutlich geringer als in Krefeld. Das zeigt eine Auswertung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW), die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Offenbar geht mit der guten Resonanz auf die fünf Gesamtschulen im Stadtgebiet der rasante Verlust an Attraktivität bei den Haupt- und Realschulen einher. 296 Jungen und Mädchen aus den Grundschulen wechselten 2017 zur Realschule. Das ist ein Anteil von 15,9 Prozent aller Grundschüler der Klassen vier. Zehn Jahre zuvor waren es ungefähr doppelt so viele Kinder. Im Landesmittel sind es 20,5 Prozent, die die Realschule favorisieren. Zur auslaufenden Hauptschule wechselte ein Kind (0,1 Prozent). Für Nordrhein-Westfalen beträgt die Quote 3,6 Prozent.

Fast so nachgefragt wie die Gesamtschulen in Krefeld sind die Gymnasien. 764 Kinder (41,2 Prozent) versuchen dort ihr Schulglück. Im Landesmittel sind es 40,9 Prozent.

Zu Beginn des zurzeit laufenden Schuljahres 2017/18 wechselten innerhalb Nordrhein-Westfalens 148.870 Jungen und Mädchen von einer Grundschule auf eine weiterführende Schule. Wie die amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, waren das 0,9 Prozent weniger Schüler als im Sommer 2016 (damals: 150.167) und 20,4 Prozent weniger als zehn Jahre zuvor. Für 2007 stehen 187.120 Kinder zu Buche.

Zwei von fünf (40,9 Prozent der Schüler) Kindern wechselten im Sommer 2017 zum Gymnasium (2016: 40,5 Prozent). Niedrigere Anteile verzeichneten die übrigen Schulen des dreigliedrigen Systems: 20,5 Prozent gingen zur Realschule (2016: 20,6 Prozent) und 3,6 Prozent zur Hauptschule (2016: 3,9 Prozent).

28,0 Prozent der Kinder wechselten im Sommer 2017 auf die Gesamtschule; das waren 0,5 Prozentpunkte mehr als 2016 (damals: 27,5 Prozent). Die Sekundarschule wählten mit sechs Prozent weniger Schüler als noch ein Jahr zuvor (6,5 Prozent). Weniger Jungen und Mädchen wechselten an die Gemeinschaftsschule (0,3 Prozent; 2016: 0,4 Prozent) und zur Primus-Schule gingen – wie im Vorjahr – 0,1 Prozent der Schüler.

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