Die Fridays for Future Demo in Krefeld zog rund 1000 Teilnehmer an.

Kundgebung in Krefeld : Klimademo mit rund 1000 Teilnehmern

Nicht ganz so groß wie die vergangene Großdemonstration, aber dennoch gut besucht war die Kundgebung am Freitag.

Krefelds Fridays for Future-Bewegung ist durchaus kritikfähig und bemüht, Angriffspunkte abzustellen. Das zeigten die Aktivisten bei ihrer Demonstration am Freitag. Hatte es nämlich bei der vorangegangenen Großdemonstration im September Kritik daran gegeben, dass beispielsweise der Anhänger mit der Boxenanlage von einem Diesel-Transporter gezogen wurde, so war es diesmal ein Elektrofahrzeug, das genutzt wurde. Die Fahrschule Tiefers hatte ihren Tesla bereitgestellt, so dass der Hänger diesmal emissionsfrei gezogen wurde.

Und auch die Krefelder Polizei wollte da nicht hintenan stehen. Statt, wie bislang stets, mit Motorrädern war diesmal eine große Zahl Polizisten auf Fährrädern dabei und begleitete den Demonstrationsweg. „Ich habe angefragt, ob das nicht möglich sei. In Süddeutschland setzt die Polizei seit einiger Zeit ausschließlich Fahrräder für die Demonstrationen ein. Die Verantwortlichen waren sofort aufgeschlossen, und ich freue mich sehr, dass sie es sofort  umgesetzt haben. Das zeigt einmal mehr die gute Zusammenarbeit, die wir mit der Polizei haben“, sagte Organisatorin Björna Althoff.

Knapp 1000 Demonstranten zogen diesmal bei sonnigem, aber kaltem Wetter durch die Innenstadt und forderten einen konsequenten Umwelt- und Klimaschutz. Auffällig dabei war vor allem die große Zahl unterschiedlicher Organisationen, die auch mit eigenen Transparenten vertreten waren. Ob Nabu, Amnesty International, die Solidarische Landwirtschaft, das Emmaus, verschiedene Parteien von Grünen über Linke bis zur SPD, oder die neue Gruppierung Vegans for Future: Sie alle waren dabei.

Auffällig auch, dass überraschend viele ältere Krefelder sich für den Klimaschutz einsetzen, während es in anderen Städten vor allem Schüler sind, die auf die Straße gehen. „Ich hoffe, dass künftig noch mehr Schüler und Schülerinnen dabei sind. Es scheint so, als würden die in Krefeld noch nicht so richtig verstehen, wie wichtig das Thema für sie ist. Toll ist aber, dass es in Krefeld eine so breite Unterstützung gibt“, sagte Mit-Organisatorin Annika Kirchner.

Engagiert zeigten sich aber auch die Kleinsten. Der fünf Jahre alte Jasper zum Beispiel saß auf einem Lastenrad und hielt ein Megaphon in der Hand. Aus voller Kehle schrie er die Klimaschutz-Parolen, und die anderen Demonstranten stimmten ein. Nicht nur das zeigt: Es herrschte einmal mehr eine sehr friedliche Atmosphäre bei der Kundgebung. Diese endete nach rund eineinhalb Stunden Wegstrecke einmal mehr vor dem Rathaus mit einigen Reden und Gesang. Danach folgte eine Vollversammlung. Davon versprechen sich die Organisatoren mehr Beteiligung und zusätzliche Unterstützer. In den kommenden Tagen und Wochen sollen diese nun in die Organisation integriert werden.