Die Bahn will den Übergang Steinrath in Krefeld schließen

Bürger protestieren : Die Bahn will den Übergang Steinrath schließen

Pläne der Deutschen Bahn Netz AG liegen in Krefeld und Meerbusch aus. Das Eisenbahnbundesamt entscheidet über die Einwendungen.

Trotz der Krefelder und Meerbuscher Proteste im Vorfeld hält die Deutsche Bahn (DB) an ihrem Vorhaben fest, den Bahnübergang Függershofweg/Steinrath zu schließen und die Sicherungsanlagen zu entfernen. Die DB Netz AG hat für das Rückbauvorhaben beim Eisenbahn-Bundesamt die Planfeststellung beantragt. Das teilte die Bezirksregierung Düsseldorf mit.

Der Förderverein Fischelner Bruch wendete sich schon vor mehr als zwei Jahren gegen die Pläne der Bahn. Als Grund nannte die Bahn in einem Schreiben an die Stadt Meerbusch seinerzeit Kosten-Nutzen-Erwägungen und Sicherheitsbelange. Der Bahnübergang am Steinrath wird von landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt, dient insbesondere aber Fußgängern und Radfahrern, die das Fischelner Bruch durchqueren oder zur Naherholung nutzen. Gern von Autofahrern genutzt wird die Strecke auch als Abkürzung von Oppum nach Fischeln.

„Für Bösinghover stellt der Bahnübergang sozusagen das Tor zum Fischelner Bruch dar; für Fischelner würden Radwanderungen durchs Grüne Richtung Rhein erschwert“, sagte Doris Nottebohm, Vorsitzende des Fördervereins, seinerzeit. Umwege über den Bahnübergang Strümper Weg, also die Kreisstraße 6, seien wegen der dort fehlenden Bürgersteige und Radwege unzumutbar und gefährlich. Zu befürchten seien zudem weitere unerlaubte und lebensgefährliche Querungen der Schienen, sorgt sich die Fördervereinsvorsitzende. Der Bürgerverein Fischeln positioniert sich ebenfalls pro Erhalt des Bahnübergangs.

Die Planunterlagen liegen bis 15. November dieses Jahres in den beiden betroffenen Kommunen aus:· in der Stadtverwaltung Krefeld, Fachbereich Vermessungs- und Katasterwesen, Zimmer 205, Friedrichstraße 25; montags bis freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr, außerdem montags bis mittwochs von 14 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 17:30 Uhr und in der Stadtverwaltung Meerbusch, Fachbereich Stadtplanung und Bauaufsicht, Wittenberger Straße 21, Erdgeschoss Raum 015; montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr sowie montags bis donnerstags von 13.30 bis 16 Uhr.

Für die Dauer der Offenlage sind die Zeichnungen und Erläuterungen auch im Internet auf den Internetseiten der beiden Städte sowie darüber hinaus auf der Homepage der Bezirksregierung Düsseldorf in der Rubrik Aktuelle Offenlagen zugänglich.

Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, kann ab Beginn der Offenlage bis spätestens einen Monat nach Ablauf der Auslegungsfrist - 16. Dezember 2019 - Einwendungen erheben. Diese sind an die Stadt Krefeld, die Stadt Meerbusch oder die Bezirksregierung Düsseldorf zu adressieren. Über die Einwendungen und Stellungnahmen entscheidet das Eisenbahn-Bundesamt im Planfeststellungsbeschluss.

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