Krefeld: Deutsche Bank verzeichnet Rekordergebnis

Krefeld : Deutsche Bank verzeichnet Rekordergebnis

Im Marktgebiet Krefeld hat die Deutsche Bank ein Geschäftsvolumen von fast vier Milliarden Euro erreicht. Besonders erfolgreich verlief das Geschäft mit den Baufinanzierungen. Das stieg gegenüber dem Vorjahr um rund 23 Prozent.

Im Jubiläumsjahr zum 100-jährigen Bestehen hat die Deutsche Bank im Marktgebiet Krefeld ein Rekordergebnis erzielt. Das Geschäftsvolumen hat knapp die Vier-Milliarden-Euro-Grenze gekratzt. Am Ende des vergangenen Jahres stand ein Plus von rund 400 Millionen Euro gegenüber 2013 und ein Ergebnis von 3,9 Milliarden Euro an Einlagen, Investments und Krediten der 114.000 Privat-, Geschäfts- und Firmenkunden zu Buche.

Oliver Schnock und Andreas Gröver, beide Leiter des Marktgebiets Krefeld, das von Willich über Krefeld bis nach Kleve und Emmerich reicht, sprachen gestern bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für das Jahr 2014 in den Räumen am Ostwall von "exorbitant gutem Wachstum". Der Marktbereich Krefeld stelle im Gesamtpaket Deutsche Bank eine wichtige Größe dar und lande mit seinen Ergebnissen in den Top-Positionen. Von den 114.000 Kunden, um deren Belange sich 230 Mitarbeiter kümmern, entfallen 48.000 auf das Stadtgebiet.

Das Depotvolumen wuchs im Marktgebiet auf 950 Millionen Euro und liegt in der Entwicklung im bundesweiten Trend der Deutschen Bank, die dort den höchsten Zuwachs in der Geschichte des Privatkundengeschäfts zu verzeichnen hat. Ebenfalls stark nachgefragt sind Baufinanzierungen: "Höheren Preisen besonders in Ballungsräumen und Universitätsstädten stehen historisch niedrige Zinsen, steigende Einkommen und sichere Arbeitsplätze gegenüber", sagt Schnock.

Das Baufinanzierungsvolumen konnte 2014 im Marktgebiet Krefeld auf rund 1,6 Milliarden ausgebaut werden. Das ist eine Steigerung um rund 23 Prozent gegenüber den 1,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Das sei grandios, kommentierte er die Entwicklung. "Wir haben rund 3000 Baufinanzierungen vermittelt", berichtet Schnock. Damit seien rund 1200 bis 1300 Eigenheime finanziert worden.

Auf Rekordniveau bewegt sich die Deutsche Bank auch auf einem Gebiet, dass auf den ersten Blick nicht als Domäne des Geldinstituts gilt: die privaten Kredite. Bundesweit verlieh die Bank im Neugeschäft rund zwei Milliarden Euro. Das sei der höchste Stand seit den Anfängen vor 50 Jahren. In Krefeld schnitt die Bank im Kreditbereich mit 1,9 Milliarden Euro gut ab und will in diesem Jahr die Zwei-Milliarden-Euro-Grenze überschreiten.

"Die Ergebnisse im Januar und Februar deuten darauf hin, dass wir dieses Ziel klar erreichen", sagt Gröver. Besagte 1,9 Milliarden Euro beinhalten die 1,6 Milliarden Euro aus der Baufinanzierung und 300 Millionen Euro für private Kredite. "Im Kontakt mit unseren Kunden spüren wir viel Zufriedenheit und Zuversicht, was sich auch in der Lust auf Konsum ausdrückt", beschreibt Schnock das Klima. "Man gönnt sich etwas und stützt so ganz nebenbei das Wirtschaftswachstum."

Darüber hinaus ist die Deutsche Bank auch auf dem Sektor der sehr vermögenden Privatkunden, Familienverbünde und Institutionen unterwegs. Diese Zielgruppe schaut weniger auf den privaten Kleinkredit als vielmehr auf Möglichkeiten, dem Wertverlust ihres Vermögens in Zeiten des Niedrigzinses zu begegnen.

Allein in der Region Düsseldorf, zu der Krefeld in dieser speziellen Angelegenheit zählt, verwaltet die Deutsche Bank mit ihrem Managing Director Ulrich Endemann Kundeneinlagen in Höhe von 8,5 Milliarden Euro. Seit dem Jahr 2008 habe sich das Volumen verdreifacht", sagt der 51-Jährige, der Anfang des Jahrtausends für die Dresdner Bank in Krefeld tätig war. Neben der klassischen Vermögensverwaltung agiere die Deutsche Bank als professioneller Stiftungsberater, strategischer Dialogpartner bei der Nachfolgeplanung und "gerne auch als erster Ansprechpartner im Kreditgeschäft".

(RP)