Krefeld: Deutsch für Grundschul-Eltern

Krefeld : Deutsch für Grundschul-Eltern

Die VHS startet mit drei Krefelder Grundschulen ein Integrationsprogramm: "KiBb – Kinder auf ihrem Bildungsweg begleiten" richtet sich an Eltern unterschiedlicher Herkunftsländer, die ihre Sprachkenntnisse verbessern wollen. 51 Eltern machen bisher mit.

"KiBb – Kinder auf ihrem Bildungsweg begleiten" heißt das neue Integrationsprojekt der Volkshochschule Krefeld. Es wurde mit der Unterstützung des Fördervereins der VHS und in Zusammenarbeit mit drei Grundschulen sowie der Bürgerinitiative Rund um St. Josef ins Leben gerufen.

Das Projekt richtet sich an Eltern aus unterschiedlichen Herkunftsländern mit Kindern im ersten und zweiten Schuljahr. Sie sollen dabei aktiv in den Bildungsprozess ihrer Kinder eingebunden werden. Drei Krefelder Grundschulen sind an dem Integrationsprojekt beteiligt: Die Johansenschule in Linn mit 13 teilnehmenden Eltern, die Regenbogenschule mit 26 Eltern, davon sechs mit Deutschförderungsbedarf und die Josefschule mit zwölf Teilnehmern.

Inhaltlich besteht KiBb aus drei Teilen. Es sollen die Deutschkenntnisse – vorrangig die der Eltern – mündlich als auch schriftlich verbessert werden. Eine Elternwerkstatt soll die Integration von Familien mit Kindern fördern. Einmal wöchentlich treffen sich dort deutsche und ausländische Eltern, um sich auszutauschen. In diesem Rahmen werden Experten eingeladen, die nützliche Tipps zum Thema Integration geben. Außerdem hospitieren Eltern in den Klassen ihrer Kinder.

"VHS ist gut aufgestellt"

Grundsätzlich sei die Volkshochschule im Thema Integrationsarbeit gut aufgestellt, sagt die neue Institutsleiterin Inge Röhnelt. Der größte Teil der Kurse wird vom Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge gefördert. "Aber es gibt auch zusätzlich einen Bedarf an Bildung, der nicht durch öffentliche Mittel finanziert werden kann. Deshalb freuen wir uns sehr, dass der Förderverein uns bei KiBb finanziell unterstützt, anders hätten wir das Projekt nicht stemmen können", sagt Röhnelt.

Die Resonanz bei Eltern, Kindern und Schulen ist gut. "Die teilnehmenden Schulen würden das Projekt gerne als längeren Prozess weiterführen, und wir möchten das Angebot auf weitere Schulen ausweiten", sagt Doris Schlimnat, Bereichsleiterin der Volkshochschule. "Dies ist allerdings nur mit weiterer finanzieller Unterstützung möglich", ergänzt sie.

Das erklärte Hauptziel des seit 2007 bestehenden Fördervereins liegt darin, die VHS ideell als auch finanziell zu unterstützen. Dabei hat sich der Verein klar auf Integrationsangebote und Bildungsabschlüsse konzentriert. Ratsherr Hans-Peter Kreuzberg und Bürgermeisterin Jutta Pilat vom Vorstand des Fördervereins wünschen sich zur Unterstützung der Volkshochschule weitere Mitglieder. "Für nur zwölf Euro jährlich, leistet man einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Integration und Bildung", erklärt Pilat.

(RP)
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