Kunstprojekt in Krefeld Künstlerkleid für Linner Bäume

Krefeld · Das Künstlerpaar Barbara Esser und Wolfgang Horn hat fürs Textimuseum eine neue textile Installation geschaffen: Warum die Linner Bäume gelbe und rote Gurtbändertragen.

 „Rinde ist der Schutz der Bäume, Textil der Schutz der Menschen“: Wolfgang Horn hat den Bäumen auf dem Andreasmarkt eine textile Schutzhülle verpasst.

„Rinde ist der Schutz der Bäume, Textil der Schutz der Menschen“: Wolfgang Horn hat den Bäumen auf dem Andreasmarkt eine textile Schutzhülle verpasst.

Foto: Stadt Krefeld

(ped) Eine Gänseblümchenwiese auf dem Andreasmarkt hat sie 2002 in Krefeld bekannt gemacht. Während des Lockdowns zeigten Wolfgang Horn und Barbara Esser dann eine vergängliche Kunst auf der Fassade des Texilmuseums: textile Strukturen - in Licht übersetzt. Nun hat das Künstlerpaar wieder Textiles in Verbindung mit dem Krefelder Haus kreiert: Wolfgang Horn hat für das Deutsche Textilmuseum eine textile Installation für die Bäume auf dem Andreasmarkt konzipiert und mit der Künstlerin Barbara Esser realisiert. Um die Baumstämme entstand ein in Abständen gearbeitetes Gewebe aus gelben und roten Gurtbändern. Die Bäume erhalten so temporär eine zweite textile Hülle.

„Rinde ist der Schutz der Bäume. Textile Hüllen sind der Schutz der Menschen“, sagt Horn. Die Wahrnehmung und Bedeutung von Bäumen soll auf diese Weise intensiviert werden. Aktuell sind an den Bäumen Eimer angebracht, die den Passanten auffordern, sie mit Wasser zu füllen.

Das Düsseldorfer Künstlerpaar Barbara Esser und Wolfgang Horn hat bereits Bäume in Langenfeld gestaltet. Beide Aktionen sieht Horn als künstlerische Achse an. Die Bauminstallation soll bis in den Herbst in Krefeld zu sehen sein. Mit der Präsentation der Bauminstallation stellte das Deutsche Textilmuseum Krefeld auch einmalig an einem Tag „Neue textile Experimente. Vierlagige Fadenkonstrukte und Gewebe“ der Künstlerin Barbara Esser in der Museumsscheune vor. Mit aufwändiger, komplizierter Webtechnik kreierte Esser einzigartige textile Kunstwerke.

Beide Projekte wurden aus dem Programm „Neustart Kultur“ gefördert. Esser und Horn leben und arbeiten in Düsseldorf. Esser studierte Textil-Design, Horn absolvierte ein Architekturstudium. Mit ihren Arbeiten sind sie vielfach in deutschen Museen vertreten.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort