Krefeld: Der Jeck liebt seine Schäfchen aus Königshof

Krefeld : Der Jeck liebt seine Schäfchen aus Königshof

Die Gesellschaft Fidele Ströpp brachte viele eigene Kräfte bei der Großen Närrischen Sitzung auf die Bühne.

Sie sorgten dafür, dass ihre Gäste wieder einen "fidelen Abend" erlebten: Bei der Großen Närrischen Sitzung der Gesellschaft Fidele Ströpp 1951 im Fischelner Burghof herrschte vom Einzug der Gesellschaft an beste Stimmung. Die jecken Besucher im ausverkauften Saal waren ideenreich kostümiert - und es scheint sich ein neuer modischer Trend hin zum grünen Spitzbart in Krefeld abzuzeichnen - denn die Zier von Krefelds "kleinem Prinzen" fand Nachahmer.

Mit ihrem größten Teil selbst gestalteten Programm erzielten die Ströpp wieder einen vollen Erfolg - und animierten von Beginn an zum Mitmachen: Präsident Oliver Troost lud das Publikum ein, den "größten Fischelner Chor" zu bilden und das Vereinslied kräftig mitzusingen - getreu den Liedzeilen "Die Ströpp sind da - jetzt ist was los...".

"Was los" machten dann zuerst die Ströpp-Garden mit ihren Gardetänzen. Dabei zeigte sich, dass die Gesellschaft auch in Punkto Nachwuchs engagiert ist: Bei der kleinen Garde tanzten erstmalig zwei sechsjährige Mädchen mit und machten ihre Sache hervorragend.

Weihevoll humoristisch führte Ströpp-Redner "Pater" Felix Dietsch in den Abend, der seine "lieben Schäfchen aus Königshof" und die "leicht zurückgebliebenen Freunde aus Fischeln" begrüßte. Dietsch holte sich als Verstärkung die Messdienerinnen Henni und Dany auf die Bühne. Die beiden und das Publikum begleiteten ihn durch eine "interaktive Krefelder Schöpfungsgeschichte", die da lautete: Der Schöpfer - der Jeck - habe zuerst Licht und Dunkel geschaffen und er "nannte das Licht Krefeld und das Dunkel St. Tönis". Außerdem schuf der Jeck einen Marienplatz voller Schützen oder differenzierte beim Frauenbild: Er schickte "die schönen Frauen nach Fischeln, die allerschönsten nach Königshof". Letztlich ging der Jeck am siebten Tag in den Burghof und kam am achten wieder raus. Bei den Fürbitten bedachte Pater Felix auch "einen kleinen Prinzen mit einem grünen Bart".

Ein musikalischer Volltreffer waren die Krefelder "Jeck United", die mit einem Kurz-Konzert den Burghof zum Kochen brachten und die Besucher etwa ins "Höppe höppe" einführten.

Die Sitzung mit weiteren Showtänzen, den Sketchen der Ströpp-Pantöffelchen, Bauchredner Tom Prinz oder Jongleur Phillip Dammer und den Besuchen des Uerdinger und des Krefelder Prinzenpaares dauerte bis gegen 24 Uhr - danach wurde noch feste gefeiert. Wer davon allerdings noch nicht genug hat, den laden die Fidele Ströpp zu ihrem "Altweiber-Dienstag" ein, der am Veilchendienstag ab 20 Uhr im Burghof stattfindet. Karten kosten 99 Cent, sie werden im Burghof verkauft.

(RP)