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Krefeld: Der Anstieg der Sozialhilfe fällt in Krefeld geringer aus als in NRW

Krefeld : Der Anstieg der Sozialhilfe fällt in Krefeld geringer aus als in NRW

Umgerechnet auf die Einwohnerzahl entfallen 174 Euro auf jeden Bürger - ein Anstieg um zehn Euro. Landesweit beträgt die Zunahme 30 Euro pro Kopf.

Alte und erwerbsgeminderte Menschen benötigen in Krefeld mehr finanzielle Unterstützung als im Landesdurchschnitt. Die Stadt Krefeld gab mit 19,4 Millionen Euro 8,9 Prozent mehr als im Jahr 2013 aus. Senioren, die mit ihrer Rente nicht auskommen und Menschen, die pflegebedürftig sind und in einer Betreuungseinrichtung leben, fallen der Stadtkasse besonders zu Last. Die Ausgaben Hilfe zur Pflege steigen in Krefeld um 8,8 Prozent auf 12,8 Millionen Euro. Auch diese Zunahme liegt über dem Landesdurchschnitt.

Insgesamt ist der Anstieg bei den Ausgaben für die Sozialhilfe in Krefeld weniger stark als im gesamten Nordrhein-Westfalen. Diese Zahlen lieferte gestern das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW). 38, 7 Millionen Euro fiellen in Krefeld im vergangenen Jahr an - eine Zunahme um sechs Prozent, während im Land 7,5 Prozent mehr ausgegeben worden ist. Auf die Einwohner Krefelds umgerechnet entfallen 174 Euro auf jeden Bürger. Zehn Euro mehr als im Vergleichszeitraum 2013.

3,5 Millionen Euro wurden als Hilfen zur Gesundheit ausgegeben, 1,1 Millionen für Eingliederungshilfen von behinderten Menschen und 277 000 Euro fü die "Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten und Hilfe in anderen Lebenslagen".

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Weniger Personen in Krefeld beziehen laufende Hilfe zum Lebensunterhalt als im Rest von Nordrhein-Westfalen. Die Zahl der Empfänger von laufender Hilfe zum Lebensunterhalt in Krefeld ist im Vergleich zu 2013 um 5,3 Prozent auf 621 angestiegen. Damit liegt Krefeld im Regierungsbezirk Düsseldorf im unteren Mittelfeld.

Die Ausgaben für Leistungen der Sozialhilfe in NRW waren im Jahr 2014 um 6,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die Träger gaben netto rund 6,9 Milliarden Euro aus (+6,9 Prozent). Je Einwohner wurden in NRW im Jahr 2014 umgerechnet 393 Euro für Sozialhilfeleistungen aufgewendet, 2013 hatten die Pro-Kopf-Ausgaben bei 369 Euro gelegen. Den größten Anteil an den Nettoausgaben hatten Eingliederungshilfe für behinderte Menschen (55,9 Prozent), Hilfe zur Pflege (12,9 Prozent), Hilfen zur Gesundheit (3,1 Prozent) sowie um Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten und Hilfe in anderen Lebenslagen (1,8 Prozent). Die reinen Ausgaben für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung machten 20,5 Prozent der Gesamtausgaben aus. 5,7 Prozent der Ausgaben entfielen auf den Bereich der Hilfe zum Lebensunterhalt. Zwei Drittel (65,8 Prozent oder 4,8 Milliarden Euro) der Bruttoausgaben wurden für Hilfen in Einrichtungen aufgewandt. Die restlichen 2,5 Milliarden Euro wurden für Hilfeleistungen außerhalb von Einrichtungen gewährt.

(RP)