Das neue Oberstufengebäude der Waldorfschule Krefeld wurde eingeweiht.

Rote-Kreuz-Straße : Waldorfschule: Einweihung einer „Schul-WG“

Drei Schulen an einem Ort: Das ist etwas besonderes und war Hauptthema bei der Eröffnung des Neubaus.

Wie ein Provisorium kommt das neue Gebäude der Waldorfschule gar nicht daher. Eher schon die unmittelbar daran liegenden Container, die als Erweiterung für Stephanusschule und die Realschule Oppum dienen sollen. Und doch ist der Bau der Waldorfschule eigentlich nur auf wenige Jahre ausgelegt. Am Freitag wurde er offiziell eingeweiht. Zur Einweihung war Oberbürgermeister Frank Meyer gekommen und sprach von einer „besonderen Schul-WG“. Er erklärte, dass es „eine solche Schulkooperation nicht sonderlich oft“ gebe. „Dafür braucht es auch viel Bereitschaft und Kollegialität. Das ist aber hier von allen Seiten gegeben.“

Der Oberbürgermeister betonte die Wichtigkeit von Schule und Bildung und sagte, der Neubau der freien und privaten Waldorfschule passe hervorragend in die derzeitige Krefelder Schullandschaft, in der in rund 1000 Einzelmaßnahmen für 143 Millionen Euro alle Krefelder Schulen in den kommenden Jahren saniert würden.

Besonders aufgefallen sei ihm der Duft nach Holz in den Klassenräumen, der eine angenehme Atmosphäre verbreite. In eine ähnliche Kerbe schlugen Eltern-, Lehrer- und Schulvorstandsvertreter in ihren Reden. Bemerkenswert war, dass die Schüler Ella Ouwens und Lennart Bunn in ihrer Rede betonten, wie sehr sie sich darauf freuten, zukünftig andere Schüler aus der Haupt- und Realschule kennen zu lernen. Berührungsängste bestehen offenkundig von dieser Seite nicht.

Trotz eines hoffentlich regen Miteinanders auf dem neuen Campus drückten alle Redner die Hoffnung aus, dass die Oberstufenschüler der Waldorfschule auch zukünftig den Kontakt zu den jüngeren Waldorfschülern auf der anderen Straßenseite suchen werden.