Das Krefelder Festival „Kultur findet Stadt“ läuft vom 14. bis 16. Juni

„Kultur findet Stadt“ : Krefeld feiert drei Tage Kulturfest

„Kultur findet Stadt“ stellt die Baukultur in den Fokus. Ein Highlight ist die Aufführung des Triadischen Balletts nach Oskar Schlemmer aus der Bauhaus-Zeit. Das Festival läuft vom 14. bis 16. Juni – erstmals an drei Tagen.

700 Mitwirkende, die Programm machen, 60 Ausstellende, die ihre kulturellen Angebote präsentieren, und sechs Aktionspunkte in der Innenstadt: Die neunte Auflage von „Kultur findet Stadt“ hat sich als „das Kulturfest in Krefeld“ etabliert, findet Uli Cloos, Leiter des Stadtmarketings. Allein die städtische Musikschule ist mit 35 Ensembles und Orchestern vertreten. Und diesmal wird gleich drei Tage lang in der Innenstadt gefeiert: von Freitag, 14., bis Sonntag, 16. Juni.

Das liegt an einem besonderen Gastspiel: Das Theater der Klänge führt am Freitag und am Sonntag, jeweils ab 21 Uhr, „Trias – Das Triadische Ballett“ auf. Das Kölner Ensemble hat das experimentelle Tanzstück nach Oskar Schlemmer, das vor rund 100 Jahren entstanden ist, restauriert. In 18 Szenen erzählen drei Tänzer in sperrigen Kostümen aus wenig Stoff, viel Hartplastik und mit Masken, begleitet von drei Musikern keine stringente Geschichte, sondern zeigen eine fröhliche Feier des Lebens und der Freude. „Es ist ein Experiment, das haben wir open air noch nie gemacht“, sagt Jacqueline Fischer vom Theater der Klänge.

Das Ensemble schlägt die Brücke zum Bauhaus. Denn das 100. Jubiläum ist in diesem Jahr der Schwerpunkt beim Kultur-Stadtfest. „Wir sind stolz darauf, dass wir keine Gäste einkaufen, sondern das zeigen, was aus unserer Stadt hervorgeht oder zumindest einen so engen Bezug hat“, sagt Cloos. Hauptaktionstag ist der Samstag mit Programm von 10 bis 23 Uhr:

Willy-Göldenbachs-Platz: Freitag, 21 Uhr, eröffnet Oberbürgermeister Frank Meyer das Festival. Anschließend zeigt das Theater der Klänge das Triadische Ballett (auch Sonntag, 21 Uhr). Die städtische Musikschule startet den Samstag um 11 Uhr mit einem Jazz-Frühschoppen. Celli im Metal Sound, Ballett und Pop stehen hier auf dem Programm. Krefelder Bands des Musikwettbewerbs „Listen to Numbers“ und das inklusive Theater „Sein“ haben hier ihre Bühne.

Mennonitenkirche: Königstraße 132: Hier steht am Samstag von 12 bis 19 Uhr das Thema Toleranz im Mittelpunkt. Die Kirche wird zum Kinosaal für drei Filme zum Thema „Antidiskriminierung“, zum Beispiel Francois Ozons „Eine neue Freundin“. Musik- und Chorensembles betten das Programm ein.

Hauptbahnhof: Michael von Krücker stellt von 11 bis 18 Uhr Schüler seines Pianostudios musikalisch vor.

Stadtmarkt: Die Musikschule Rhythm Matters bespielt den Platz am Samstag von 13 bis 20 Uhr, danach lädt der Jazzklub zur Open-Air-Session.

Platz an der Alten Kirche & Schwanenmarkt: Beim Kreativmarkt von 11 bis 18 Uhr zeigt sich am Samstag die kulturelle Vielfalt der Stadt mit Künstlern, Designern, Theaterleuten, Literaten sowie anderen Kulturschaffenden und Kultureinrichtungen.

Behnisch-Haus: Rund um das Gebäude lockt Samstag zwischen 10 und 18 Uhr der Koffermarkt: Kreative haben ihre schönsten Unikate in Koffer gepackt, die sie zum Verkauf anbieten.

Überraschungen sollen am Samstag die Passanten in der Innenstadt auch erleben: An weiteren Aktionspunkten, die in Form und Farbe der Bauhaus-Stilistik entsprechen, gibt es spontane Programmpunkte, die belegen sollen, dass das Kulturfest ein „Festival in Bewegung“ ist.

„Baukultur steht im Bauhaus-Jubiläumsjahr im Mittelpunkt des Stadtkulturfestivals. Da sollen die Besucher Plätze neu entdecken“, sagt Uli Cloos. Die Veranstaltung, die das Stadtmarketing im Jahr 2011 zum ersten Mal ausgerichtet hat, solle Menschen erreichen, die „den Weg in die Kulturinstitute sonst eher nicht finden. Wir wollen nicht die Innenstadt bespaßen, sondern zeigen, was Krefeld prägt“, sagt Cloos.