Hans Butzen: "Das Freibad wird rechtzeitig fertig"

Hans Butzen: "Das Freibad wird rechtzeitig fertig"

Heute tagt die Bezirksvertretung Hüls. Wir sprachen vorab mit Bezirksvorsteher Hans Butzen über das Leben im Dorf.

Herr Butzen, Sie gelten als Hülser Urgestein, dabei wohnen Sie seit langer Zeit in Fischeln...

Butzen Das stimmt. Ich bin in den 80er Jahren vor allem wegen der Familie nach Fischeln gezogen, aber nie richtig Fischelner geworden. Vom Gefühl her bin ich immer Hülser geblieben. In Hüls bin ich geboren und aufgewachsen und dort fühle ich mich bis heute zu Hause.

Dabei sind Hülser in manchen Dingen ein Völkchen für sich und fühlen sich nicht unbedingt als Krefelder.

Butzen Das wird immer so gesagt. Allerdings hat Hüls schon immer eine enge Beziehung zu Krefeld gehabt. Viele Hülser arbeiten in Krefeld. Krefeld ist eine große Stadt, die den Hülsern zahlreiche Möglichkeiten bietet, sei es im kulturellen, sportlichen oder Freizeitbereich.

Wir wird ein Zugezogener Hülser?

Butzen Hüls hat viele neue Bürger, die sich an den großen Festen, ich denke da beispielsweise an Karneval, beteiligen und die Mitglieder in den verschiedensten Vereinen sind. Das klappt alles sehr gut. Den alteingesessenen Hülsern ist es wichtig, ihre Traditionen zu bewahren, das zu schützen, was für den Ort von historischer Bedeutung ist, wie die Burg beispielsweise. Trotzdem sind die Menschen in Hüls modern und aufgeschlossen. Das hat man auch an dem großen Engagement gesehen, das es in Hüls in Bezug auf die Flüchtlingshilfe gab und gibt. Über 100 ehrenamtliche Helfer kümmern sich und versuchen, den in Not geratenen Menschen einen guten Start in unserem Stadtteil zu ermöglichen. Wichtig ist gerade auch in dem Zusammenhang die sehr gute kirchliche Arbeit in unserem Ort, die gelebte Ökumene und das friedliche Miteinander. Das trägt viel dazu bei, dass das Zusammenleben der Menschen in Hüls so harmonisch ist.

Was wird für Jugendliche getan?

Butzen Da gibt es zum einen natürlich das Jugendzentrum "Türmchen", das ein breitgefächertes Angebot bietet. Besonders bemerkenswert ist das Projekt "Tandem", bei dem die Jugendlichen den Kontakt zu den Nachbarn der Einrichtung suchen. Seitdem es dieses Projekt gibt, konnte vieles, was früher zu Reibereien geführt hat, geklärt werden. Die Bezirksvertretung Hüls will die gute Arbeit des "Türmchens" unterstützen. Deswegen haben wir die Stelle einer Sozialarbeiterin im Haushalt 2018 geschaffen, die in diesem Jahr besetzt werden soll. Bisher gibt es dort nur einen männlichen Sozialarbeiter, und wir finden es wichtig, dass es für die Mädchen dort auch eine Ansprechpartnerin gibt. Zudem hat das "Türmchen" aktuell die Möglichkeit, die Außenfläche an der Cäcilienstraße auf dem alten Wasserwerk-Grundstück zu nutzen, bis dort der neue Kindergarten mit sechs Gruppen gebaut wird. Wenn der Kindergarten dorthin gezogen ist, bekommen die Jugendlichen die alte Freifläche der Kita. Wenig angenommen wird leider die extra auf Wunsch einiger Jugendlicher eingerichtete Dirt Bike-Strecke hinter der Rollhockey-Anlage. Die Bezirksvertreter überlegen deshalb, das Gelände wieder zu einer Grünfläche umgestaltet zu lassen, vielleicht mit einem Basketball-Korb, um dort Ballspiele zu ermöglichen. Sehr aktiv im Jugendbereich sind natürlich auch die Kirchen, sei es die Pfarrgruppe im Heinrich-Jöppen-Haus oder die Pfadfinder. Dann hat Hüls natürlich viele unterschiedliche Vereine, die sich um den Nachwuchs kümmern und ein sehr aktives Schützenwesen, das sich um Nachwuchs nicht sorgen muss.

Gibt es auch Probleme?

Butzen Wenn man das Problem nennen möchte, fallen mir die Flash-Mob-Termine im Hülser Park ein. Über die sozialen Medien verabreden sich Jugendliche aus ganz Krefeld und Umgebung und treffen sich dann bei uns im Park. Das können schnell mal 100 oder mehr sein, die dann leider oft ihren Müll dort liegen lassen und auch lautstark Party feiern. Davon fühlen sich die Anwohner verständlicherweise gestört. Es wäre schön, wenn die Schüler mehr Rücksicht nehmen würden. Dann ist gegen das Ganze ja gar nichts einzuwenden.

Was tut sich noch in Hüls?

Butzen In den Osterferien werden die Straßenbahnschienen Auf dem Graben endlich rausgenommen. Die Sanierungen des Hülser Freibades haben begonnen. In den nächsten Wochen wird die Kiesschicht ausgetauscht. Ich habe aber die Zusage des Fachbereichs, dass die Arbeiten rechtzeitig zur Eröffnung der Freibadsaison beendet sein werden.

Welche größeren Bauten stehen an?

Butzen Zum einen bekanntlich die Sanierung des Kirmesmarktes an der alten Feuerwache. Dafür stellt die Stadt 800.000 Euro zur Verfügung. Ich hoffe, dass wir das dieses Jahr noch schaffen. Und ich hoffe natürlich auch, dass es in Sachen Gewerbegebiet Den Ham weitergeht und es eine Einigung bei der Auswahl der Ausweichflächen gibt, die für landwirtschaftliche Nutzung geeignet sind.

(RP)