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Coronavirus Krefeld: Zahl der Toten gestiegen - zwei weitere Infizierte gestorben

Zahl der Todesfälle in Krefeld gestiegen : Zwei weitere Personen mit Corona-Infektion gestorben

Die Zahl der verstorbenen Krefelder, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, ist auf drei Personen angestiegen. „Zwei weitere ältere Menschen mit einer Vorerkrankung sind im Helios-Klinikum verstorben“, so Stadtdirektorin Beate Zielke.

Nähere Angaben machte die Verwaltung aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht. Eine mehr als 90 Jahre alte infizierte Person – ebenfalls mit Vorerkrankungen – war bereits Ende März ebenfalls auf der Intensivstation des Krankenhauses verstorben.

Insgesamt wurden bisher in Krefeld 292 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet – das sind 20 mehr als am Vortag. Davon gelten 135 Menschen inzwischen als genesen. Aktuell werden in den Kliniken 20 Erkrankte behandelt, sieben liegen auf den Intensivstationen. Die Zahl der Abstriche im städtischen Diagnosezentrum an der Schwertstraße ist auf 2869 Proben gestiegen. Mit Blick auf die Einhaltung der aktuellen Vorschriften der Coronaschutzverordnung hat es nach Aussage von Oberbürgermeister Frank Meyer keine besonderen Auffälligkeiten gegeben: „Die Mehrzahl der Bürger verhält sich vorbildlich, es gibt aktuell keine neuen Strafverfahren oder schwerwiegende Verstöße.“

Durch die Corona-Krise fast komplett zum Erliegen ist der Kulturbetrieb in Krefeld gekommen. „In so einer Situation ist spürbar, welche Bedeutung die Kultur für den Alltag und unser Zusammenleben hat“, betont Meyer. „Gleichzeitig ist es eine Herausforderung, einen Kahlschlag in der Kultur zu verhindern.“ Hier hat Gabriele König, Kulturbeauftragte der Stadt, derzeit alle Hände voll zu tun. „Wir weisen vor allem Kulturschaffenden der freien Szene derzeit den Weg, um an Fördertöpfe zu kommen.“ Dank der Unterstützung von Land und Bund sei es für die Betroffenen möglich, bereits nach zwei bis drei Tagen finanzielle Hilfen zu erhalten. Zahlreiche Einrichtungen hätten ihr Angebot digitalisiert. So sei gewährleistet, dass durch das Internet viele Menschen erreicht werden. So lädt das KWM auf elektronischem Weg zu Führungen ein, das Textilmuseum bietet ab kommender Woche virtuelle Seminare an. Die Musikschule unterrichtet über Internet und per Telefon. König: „Niemand hat die Tür zugeschlossen, jeder nutzt die neuen Medien.“

Auch das Theater steht bereit. Derzeit wird in der Theaterwerkstatt unter anderem Mundschutz genäht. „Innerhalb von 48 Stunden kann der Betrieb dort wieder aufgenommen werden“, so Meyer, sollte die Landesregierung die Vorschriften entsprechend lockern. Auch in der aktuellen Krise zeige sich, dass sich die Theaterehe mit Mönchengladbach bewährt habe. Für April sei eine Aufsichtsratssitzung geplant gewesen, auf der eigentlich auch der kommende Spielplan 20/21 vorgestellt werden sollte.