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Corona: Krefeld schließt Teile von zwei Schulen und einer Kita

Demo in der Krefelder City : Gesundheitsamt schließt wegen Corona Teile von zwei Schulen und einer Kita

In Krefeld sind aktuell 84 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Der KOD verhängte an den Haltestellen Hansa-Zentrum, Rheinstraße und Schicksbaum vier Bußgelder wegen Verstößen gegen die sogenannte Maskenpflicht.

In Krefeld sind aktuell 84 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Nur zwei von ihnen befinden sich zur stationären Behandlung in einem Krankenhaus, keiner auf der Intensivstation. Allerdings musste das Gesundheitsamt erneut drei Kindertageseinrichtungen (Kitas) und Schulen teilweise schließen. An der Johansenschule müssen wegen der Erkrankung eines Kindes eine erste Klasse und Teile der Ganztagsbetreuung schließen: Etwa 50 Kinder müssen in häusliche Isolation. An der Maria-Montessori-Grundschule ist nach einer Infektion in der Schülerschaft ein Teil des A-Flügels mit etwa 60 Kindern betroffen. In der Kita Josefstraße muss eine Gruppe schließen, nachdem sich ein Kind mit Covid-19 angesteckt hat.

Insgesamt sind in Krefeld bis Dienstag, null Uhr, nur drei neue Infektionen zu vermelden. Die Gesamtzahl positiver Tests liegt nun bei 967, die 7-Tage-Inzidenz (Infizierte in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner) liegt bei 20 (19). Bislang war 3.940-mal eine Quarantäne erforderlich. Die Zahl der Genesenen stieg um vier auf nun 857 Personen.

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) verhängte an den Haltestellen Hansa-Zentrum, Rheinstraße und Schicksbaum insgesamt vier Bußgelder wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht. Die „Corona-Demos“, die am Montagabend vom Theaterplatz durch die Innenstadt zogen, liefen ohne besondere Vorkommnisse ab.

Experten mahnen eine bessere  Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen mit besonderem pädagogischen Förderbedarf an Schulen an. Deutschland habe zwar in den vergangenen Jahren bereits viel erreicht, sagte das Vorstandsmitglied der deutschen Unesco-Kommission, Walter Hirche. Die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf lerne aber noch immer getrennt. „Wir müssen Lehrerinnen und Lehrer in der Ausbildung und mit passgenauen Fortbildungen dabei unterstützen, alle Schüler gleichermaßen mitzunehmen“, so Hirche. „Nicht die Lernenden müssen sich in ein bestehendes System integrieren, sondern das Bildungssystem muss sich an sie anpassen.“

Der frühere Präsident der deutschen Kommission der Weltbildungsorganisation Unesco äußerte sich bei einer Präsentation des Weltbildungsberichts. Unter dem Titel „Inklusion und Bildung: Für alle heißt für alle“ warnen die Autoren des bereits im Juni veröffentlichten Berichts in diesem Jahr auch vor den negativen Folgen der Corona-Krise auf Lernchancen.