Krefelder Inzidenzwert Corona-Wert sinkt erstmals wieder auf etwa 100

Krefeld · Der Trend stimmt optimistisch. Aber es sind auch wieder zwei Menschen mit einer Covid-Erkrankung gestorben. Bei Verstößen gegen die Ausgangssperre wurde am Freitag ein Schulhausmeister aktiv.

 Coronatests helfen, die Infektionswelle zu brechen

Coronatests helfen, die Infektionswelle zu brechen

Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

(ped) Erstmals seit langer Zeit pendelt Krefeld sich um den magischen 7-Tage-Inzidenz-Wert von 100 ein. Für Sonntag (Stand 0 Uhr) hat das Robert-Koch-Institut 101,6 ermittelt. Am Samstag war die Zahl der Neuinfizierten innerhalb einer Woche auf 100.000 Einwohner gerechnet sogar auf 100,7 gesunken. Die Zahl der Infizierten geht zurück - aber es sind auch wieder zwei Menschen mit einer Covid-Erkrankung gestorben. Eine Person von Mitte 50 ist im Helios Klinikum gestorben, eine weitere von Ende 60 war im Uerdinger Krankenhaus behandelt worden. „Beide waren seit etwa drei Wochen mit Covid-19 infiziert, über weitere Vorerkrankungen ist nichts bekannt“, meldet der Fachbereich Gesundheit.

Doch die Kurve der Neuinfektion zeigt abwärts. 451 Personen galten am Sonntag als infiziert, das sind 60 weniger als am Samstag und 86 weniger als am Freitag. 210 Abstrichproben sind noch nicht ausgewertet. 31 Krefelder haben einen so schweren Krankheitsverlauf, dass sie in einem der hiesigen Krankenhäuser behandelt werden. Intensivmedizinisch werden zurzeit elf von ihnen versorgt, sieben  müssen beatmet werden.

Ob die angeordnete Quarantäne auch eingehalten wird, hat der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) am Wochenende bei  34 Personen untersucht. Alle waren zu Hause. An die Ausgangssperre haben sich nicht alle gehalten. 104 Leute wurden nach 22 Uhr kontrolliert - 31 konnten keine triftigen Gründe nennen. Sie müssen nun ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro zahlen. An einer Schule haben die Ordnungskräfte am Freitagabend gegen 23 Uhr eine gesellige Runde gestört. Etwa acht Leute tranken dort Alkohol und hörten laute Musik. Als der KOD kam, flüchtete die Gruppe. Mit der Unterstützung des Schulhausmeisters haben die Ordner letztlich einen 20-Jährigen aufgegriffen, der außerdem geringe Mengen Betäubungsmittel bei sich hatte.