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Corona in Krefeld: Zwei Schüler an der Geschwister-Scholl-Schule positiv

Fünf Krefelder wegen Corona in der Klinik : Zwei Schüler an der Geschwister-Scholl-Schule positiv

Das Gesundheitsamt hat alle Schüler der betroffenen vierten Klasse in häusliche Quarantäne geschickt. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus steigt in Krefeld stärker als in den vergangenen Wochen.

(jon) Zwei Schüler einer vierten Klasse der Geschwister-Scholl-Schule sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Gesundheitsamt hat die Schüler der betroffenen Klasse und des Offenen Ganztags vorsorglich als Kontaktpersonen eingestuft und in die häusliche Quarantäne geschickt. Lehrer sind nicht betroffen. Die Eltern der betroffenen Schüler wurden über einen Elternbrief unterrichtet und werden vom Gesundheitsamt informiert.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus steigt in Krefeld stärker als in den vergangenen Wochen. Aktuell sind 62 (Vortag: 54) Menschen erkrankt, 734 (734) gelten als genesen. Die Gesamtzahl der Infizierten seit Beginn der Epidemie steigt auf 820 (812). Fünf Krefelder werden derzeit mit Symptomen einer Corona-Erkrankung in den Kliniken behandelt, zwei werden auf der Intensivstation künstlich beatmet. Der entscheidende Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen steht nun bei elf – erst bei 50 Neuinfektionen wäre eine kritische Schwelle erreicht. 12.795 Erstabstriche wurden im Diagnosezentrum genommen, eine Quarantäne war in 2.969 Fällen erforderlich.

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Wie bereits am Mittwoch gemeldet, muss die Gesamtschule Oppum den Präsenzunterricht zunächst einstellen. Aus dem Kollegium sind bei einem aktuellen Screening drei weitere Lehrkräfte positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das Screening war angeordnet worden, nachdem in der vergangenen Woche – wie berichtet – bei einer Lehrkraft eine Covid-19-Infektion festgestellt worden war.

Der Kommunale Ordnungsdienst hat am Mittwoch in erster Linie an den Haltestellen der Innenstadt die Einhaltung der sogenannten Maskenpflicht kontrolliert. An der Rheinstraße und am Hansa-Zentrum wurden 22 Bußgelder von jeweils 150 Euro verhängt.

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Fehltage wegen psychischer Probleme während des Corona-Lockdowns vielerorts gestiegen. „Nie zuvor waren Arbeitnehmer zwischen Rhein und Ruhr so lange wegen depressiver Störungen krankgeschrieben wie im ersten Halbjahr des Jahres 2020", teilt die AOK Rheinland/Hamburg in Düsseldorf mit. Die Krankenkasse bezog sich auf Daten ihrer Versicherten in großen Teilen NRWs. Übertragen auf alle ganzjährig Versicherten der AOK Rheinland/Hamburg lag die Zahl der Fehltage wegen psychischer Beschwerden im ersten Halbjahr im Schnitt bei 4,1 pro Kopf. Im Vorjahreszeitraum blieben die Arbeitnehmer nur 3,8 Tage wegen entsprechender Probleme zuhause.

„Die Einschränkungen und Unsicherheiten während der Pandemie stellen gerade für psychisch instabile Menschen eine besondere Herausforderung dar", sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzender der Krankenkasse, Rolf Buchwitz. Die Zahl der Fehltage wegen psychischer Probleme hat sich in NRW den Angaben zufolge zwischen 2004 und 2019 mehr als verdoppelt. Die Corona-Krise scheine den Trend zu beschleunigen.