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Corona in Krefeld: Stadt schickt Schulklassen in Quarantäne

Corona in Krefeld : Schulklassen müssen in Quarantäne

In der Johansenschule ist eine zweite Klasse, in der Mariannenschule eine vierte Klasse betroffen. Sieben weitere Corona-Infektionen wurden in Krefeld registriert. Zahl der Erkrankten liegt aktuell 71 Personen.

Wegen Corona-Fällen hat das Gesundheitsamt der Stadt seit Beginn der Woche weitere Schulen in Teilen geschlossen. In der Johansenschule muss eine zweite Klasse, in der Mariannenschule eine vierte Klasse in die häusliche Quarantäne. Am Berufskolleg-Uerdingen ist eine Klasse mit rund 40 Schülern betroffen. Am Berufskolleg-Uerdingen ist eine Klasse mit rund 40 Schülern betroffen. An der Berufsbildungs-Akademie ist in einem Integrationskursus ein Corona-Fall aufgetreten – auch dieser Kursus wird ausgesetzt. Derweil konnten folgende Einrichtungen wieder vollständig in den Normalbetrieb gehen: die Kitas Himmelfahrt und Ritterstraße, die Albert-Schweitzer-Schule, das Berufskolleg Vera Beckers, das Hannah-Arendt-Gymnasium, die Grundschule St. Michael und die Maria-Montessori-Gesamtschule.

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) hat innerhalb von Geschäften und Einkaufszentren insgesamt sieben Bußgelder wegen Verstößen gegen die sogenannte Maskenpflicht verhängt. Für Kunden eines Friseursalons in der Innenstadt und Besucher des Schwanenmarkts wurde jeweils der Betrag von 50 Euro fällig.

Sieben weitere Corona-Infektionen wurden bis Donnerstag, 1. Oktober, null Uhr in Krefeld registriert. Die Zahl der Erkrankten bleibt somit in etwa stabil bei aktuell 71 Fällen. 922 Personen sind inzwischen von der Krankheit genesen. Die Gesamtzahl positiver Tests seit Beginn der Epidemie beträgt 1.021. Ein Infizierter muss derzeit mit Symptomen im Krankenhaus behandelt werden, er liegt nicht auf der Intensivstation. Das Robert-Koch-Institut gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen jetzt mit rund 21 an. In Krefeld wurden 16.567 Erstabstriche genommen und 4.238 Quarantänefälle gezählt.

Gästelisten aus Restaurants sind in den vergangenen Monaten in Krefeld ein einziges Mal vom Gesundheitsamt genutzt worden, um mögliche Kontaktpersonen einer infizierten Person zu ermitteln. Dies teilte das Gesundheitsamt der Stadt auf Anfrage mit. Demnach ist eine Frau positiv getestet worden, die einige Tage zuvor in einem Restaurant gewesen ist. „Das Restaurant war sehr ordentlich geführt; die Adressenlisten waren aussagekräftig, die Hygiene- und Abstandsregeln wurden eingehalten: Niemand hatte sich bei der Frau angesteckt“, berichtet Agnes Court, Fachbereichsleiterin Gesundheit bei der Stadt. Die datenschutzrechtlich problematischen Gästelisten sind bekanntlich politisch in der Diskussion. Kritiker sagen, es gebe ein Missverhältnis zwischen Aufwand und Ergebnis.

Mit der ab sofort gültigen Corona-Schutzverordnung hat das Land Nordrhein-Westfalen die Regelungen für private Feierlichkeiten verschärft und eine vorherige Anmeldung bei der Stadt vorgesehen. Zulässig sind weiterhin, unter Einhaltung der Hygieneschutzvorkehrungen, Feiern oder Feste aus einem herausragenden Anlass (zum Beispiel Jubiläum, Hochzeits-, Tauf-, Geburtstags-, Abschlussfeier) mit höchstens 150 Teilnehmern. Ab 50 Teilnehmern sind solche Veranstaltungen ab sofort drei Werktage vor dem Termin dem städtischen Ordnungsamt zu melden. Möglich ist dies per E-Mail an KOD@krefeld.de oder per Post an Stadtverwaltung Krefeld, Fachbereich 32, Sachgebiet Sicherheit und Ordnung, 47792 Krefeld. Wird eine Feier außerhalb des privaten Bereichs mit mindestens 50 Personen nicht angemeldet, droht ein Bußgeld von 500 Euro. Keiner Anmeldung bedarf es, wenn die Veranstaltung in einer Wohnung stattfindet oder planmäßig weniger als 50 Personen teilnehmen.

Unter der Berücksichtigung des zeitlichen Vorlaufs von drei Werktagen sind Veranstaltungen anzuzeigen, die ab dem 6. Oktober stattfinden. Anzugeben sind die für die Durchführung der Veranstaltung verantwortlichen Personen mit Name, Anschrift und Telefonnummer sowie der Ort der Veranstaltung, die Art der Veranstaltung und die voraussichtliche Teilnehmerzahl. Die verantwortlichen Personen müssen zudem eine aktuelle Teilnehmerliste führen und der Behörde auf Verlangen vorlegen. Bei falscher Angabe der Kontaktdaten droht ein Bußgeld von 250 Euro. Ab einer 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von 35 sind Feiern im öffentlichen Raum nur bis 50 Teilnehmer gestattet. Bei einer Inzidenz von 50 sind Feiern mit bis zu 25 Teilnehmer erlaubt. Aktuell liegt die 7-Tages-Inzidenz für Krefeld bei 21. Für Fragen oder Anliegen stehen das Service- und Beschwerdemanagement im Fachbereich Sicherheit und Ordnung unter der zentralen Telefonnummer 0 21 51 / 86 22 25 oder die Kollegen des Veranstaltungsmanagements unter den Rufnummern 0 21 51 / 86 22 05 und 86 20 80 zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es auf dem Portal der NRW-Landesregierung www.land.nrw/corona.