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Corona in Krefeld: Langzeitarbeitslose sind eine vergessene Gruppe

Forderungskatalog kirchlicher Arbeitsloseninitiativen des Bistums : Corona - Langzeitarbeitslose sind eine vergessene Gruppe

Aktive aus der kirchlichen Arbeitslosenarbeit beraten in einer digitalen Fachtagung mit 40 Teilnehmern. „Die Dinge klar aus der Brille der Betroffenen zu sehen, ist das Ziel unserer Kampagne“, unterstreicht Sprecher Matthias Merbecks.

Die Corona-Pandemie hat unter anderem einige gravierende Schwächen der Wirtschaft und Gesellschaft offengelegt. Viele Beschäftigte, Langzeitarbeitslose und Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz bleiben auf der Strecke. Was nun zu tun ist, haben Aktive aus der kirchlichen Arbeitslosenarbeit jetzt in einer digitalen Fachtagung insgesamt mit mehr als 40 Teilnehmern beraten.

Dabei verbanden sich wissenschaftlich gewonnene Erkenntnisse mit Alltagserfahrungen aus Betrieben und Sozialeinrichtungen und mündeten schließlich in politischen Handlungsempfehlungen. Ergebnis: Wenige Wochen vor der Bundestagswahl am 26. September liegt nun ein Forderungskatalog unter dem Schlagwort „Wir lassen nicht mit uns spielen!“ auf dem Tisch. „In der Pandemie sind langzeitarbeitslose Menschen eine völlig vergessene Gruppe und keiner kümmert sich um ihre Nöte“, so Manfred Körber, der mit Matthias Merbecks einer der Sprecher des Koordinationskreises kirchlicher Arbeitsloseninitiativen des Bistums ist.

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Im Mittelpunkt des Forderungskatalogs stehen aber ebenso junge Menschen, deren berufliche Perspektive durch eine Ausbildungsgarantie verbessert werden soll. Auch geht es um das Ende unsicherer Beschäftigungsverhältnisse und den Wert von Arbeit an sich. Warum, fragen die Autoren des Forderungskatalogs, werde die immense Bedeutung unbezahlter Pflege- und Familienarbeit nicht ausreichend wertgeschätzt?

Um ihren Überlegungen Nachdruck zu verleihen und mit den verschiedenen Entscheidern ins Gespräch zu kommen, haben sich die beiden Sprecher des Koordinierungskreises kirchlicher Arbeitsloseninitiativen im Bistum Aachen im wahrsten Sinne des Wortes auf den Weg gemacht. Eine Fahrradrundtour führte die beiden Vertreter zu einzelnen Parteibüros in der Region, um den erstellten Forderungskatalog dort persönlich zu übergeben. „Die Dinge klar aus der Brille der Betroffenen zu sehen und diese Perspektive ohne Wenn und Aber gegenüber Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung zu vertreten, ist das Ziel unserer Kampagne“, unterstreicht Matthias Merbecks.