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Corona in Krefeld: Kita & Grundschule schließen

Kita und Grundschule zu : Acht neue Corona-Fälle in Krefeld

Die Grundschule St. Michael wird samt Ganztagsbetreuung wegen einer Erkrankung in der Lehrerschaft für zwei Wochen geschlossen. Betroffen sind rund 220 Personen.

In drei Krefelder Gemeinschaftseinrichtungen sind neue Corona-Fälle festgestellt worden. Wie die städtische Pressestelle mitteilt, wird die Grundschule St. Michael wegen einer Erkrankung in der Lehrerschaft mitsamt ihrer Ganztagsbetreuung für zwei Wochen geschlossen. Betroffen sind rund 220 Personen. Auch das Familienzentrum Ritterstraße muss wegen eines Corona-Falls im Kreis der Erzieher in Quarantäne. Die komplette Einrichtung wird für zwei Wochen geschlossen. An der Gesamtschule Kaiserplatz wurde eine weitere Schülerin positiv getestet. Dies hat Auswirkungen auf eine achte Klasse.

Acht neue Corona-Fälle sind über das Wochenende in Krefeld aufgetreten. Die Gesamtzahl positiver Tests erhöht sich somit auf 964. Aktuell infiziert sind 85 Personen (Freitag: 96), als genesen gelten 853 (834). Zwei Patienten müssen aktuell in den Kliniken behandelt werden, keiner auf der Intensivstation. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wird vom Robert-Koch-Institut mit 19 angegeben und ist gesunken (Freitag: 21). 15.332 Erstabstriche wurden bisher im Diagnosezentrum genommen, 3940 Mal hat das Gesundheitsamt Quarantäne angeordnet oder empfohlen.

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, fordert angesichts steigender Corona-Fallzahlen bessere Schutzkonzepte für Alten- und Pflegeheime. Die erste Welle der Pandemie habe das Land gelehrt, Pflegebedürftige besser zu schützen und Corona-Ausbrüche in Einrichtungen wirksamer zu verhindern: „Mit guten Hygienestandards, einer guten Teststrategie kann man Ausbrüche früher erkennen, unterbrechen und damit das Leben pflegebedürftiger Menschen schützen.“ Nur so könnten die Rechte der Pflegebedürftigen zum Beispiel auf den Besuch des Partners so lange wie möglich gewährt werden.

Westerfellhaus bemängelte, dass es bei den bisherigen Schutzkonzepten noch große Unterschiede in den Ländern sowie von Einrichtung zu Einrichtung gebe. „Es darf nicht sein, dass Einrichtungen, nur weil kein gut ausgearbeitetes Konzept vorliegt, Besuche oder Spaziergänge vorschnell verbieten“, kritisierte der Pflegebeauftragte.