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Corona-Alarm in Krefeld: Gesundheitsamt schließt Gesamtschule in Oppum

Corona-Alarm in Oppum : Gesundheitsamt schließt Gesamtschule in Krefeld

Die Stadtverwaltung hat festgelegt, dass alle Lehrer in häusliche Quarantäne geschickt werden. Die Schule hat 750 Schüler und rund 55 Pädagogen. Zudem ignorieren immer mehr Schüler die Maskenpflicht.

Die Gesamtschule Oppum muss den Präsenzunterricht einstellen. Aus dem Kollegium sind bei einem aktuellen Screening drei weitere Lehrkräfte positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das Screening war angeordnet worden, nachdem in der vergangenen Woche – wie berichtet – bei einer Lehrkraft eine Covid-19-Infektion festgestellt worden war. Das Gesundheitsamt hat nun festgelegt, dass alle Lehrkräfte der Schule in die sogenannte häusliche Quarantäne geschickt werden. Damit ist ein regulärer Unterrichtsbetrieb in der Schule nicht mehr darstellbar.

Zwei Klassen mit intensivem Kontakt zu einer der erkrankten Lehrkräfte gehen ebenfalls in die häusliche Absonderung. Alle übrigen Schüler sollen als Präventionsmaßnahme freiwillig Sozialkontakte vermeiden und ein Selbstmonitoring durchführen. Die Schüler beziehungsweise deren Eltern werden aktuell in entsprechenden Schreiben über die Situation und die beschlossenen Maßnahmen informiert. Die Gesamtschule Oppum hat 750 Schüler und rund 55 Lehrkräfte. In der vergangenen Woche hatte der Fachbereich Gesundheit nach dem ersten Corona-Fall im Kollegium bereits 130 Schüler aus fünf Klassen als Kontaktpersonen eingestuft und für sie häusliche Quarantäne angeordnet.

Krefelds Schüler ignorieren die Maskenpflicht der Corona-Schutzverordnung immer häufiger: „Wie Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst (KOD) berichten, kommt es aktuell im Umfeld von Schulgebäuden verstärkt zu größeren Ansammlungen von zumeist älteren Schülern“, erklärt die Verwaltung. „Dabei werden zum Teil weder Abstände eingehalten noch Masken getragen.“ Die Behörde hat per E-Mail alle Schulleitungen informiert. Darin heißt es, der Corona-Krisenstab der Stadt bitte die Schulleiter „nochmals dringend, an das Verantwortungsbewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu appellieren und darauf hinzuweisen, dass im Zusammenhang mit der Missachtung von Vorschriften zur Pandemiebekämpfung die Verhängung von Bußgeldern unvermeidlich sein wird“. Außerdem sollen Pausenregelungen getroffen werden, die größere Ansammlungen verhindern.

Hierzu passt ein Einsatz des KOD auf der Westparkstraße: In einem Kiosk und zwei Gastronomiebetrieben kontrollierten die Ordnungskräfte die Zahl der gleichzeitig anwesenden Kunden. Besonders in den Pausen der angrenzenden Schulen kommt es in den Lokalen zu einem erhöhten Aufkommen. Der KOD sprach acht Betreiber und Kunden auf die Situation an. Auch vor den Schulen waren in den Pausen viele Schüler gleichzeitig anwesend. Der KOD musste in 22 Fällen auf das Tragen einer Maske hinweisen.

Drei weitere Personen haben sich in Krefeld mit dem Coronavirus angesteckt. Bei insgesamt 812 positiven Tests gelten 54 als akute Infektionen. Fünf Krefelder werden im Krankenhaus behandelt, zwei intensivmedizinisch, einer wird beatmet. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen steigt leicht und liegt nun bei zehn.