Ehemaliger Bundespräsident in Krefeld Christian Wulff überzeugt beim IHK-Treff in Krefeld

Krefeld · Der Alt-Bundespräsident hat beim Auftakt einer neuen Veranstaltungsreihe der IHK Mittlerer Niederrhein eine bemerkenswerte Rede gehalten. Und natürlich fragt man sich: Was, wenn er im Amt geblieben wäre?

 Christian Wulff bei der IHK Mittlerer Niederrhein in Krefeld; die Veranstaltung wurde pandemiebedingt per Video übertragen; die Zuschauer konnten per Chat Fragen stellen.

Christian Wulff bei der IHK Mittlerer Niederrhein in Krefeld; die Veranstaltung wurde pandemiebedingt per Video übertragen; die Zuschauer konnten per Chat Fragen stellen.

Foto: IHK/Andeas Bischof

Wer Christian Wulff begegnet, denkt natürlich die Umstände seines Rücktritts immer mit. In diesem Monat wäre seine Amtszeit, wenn er denn im Amt geblieben und wiedergewählt worden wäre, nach zehn Jahren definitiv zu Ende gegangen. Insofern war es ein besonderer Abend und Wulff ein besonderer Gast für die erste Veranstaltung der IHK Mittlerer Niederrhein im Rahmen der neuen Reihe „IHK trifft . . .“. Am Ende ging man mit dem Gefühl nach Hause:  Wulff wäre ein guter Bundespräsident gewesen; er hat etwas zu sagen, er ist ein kluger Analytiker und in der Sache viel härter, als seine konziliante Außenseite ahnen lässt. Dass einer sich in eigener Sache so schlecht beraten und immer tiefer in Konflikte um seine Person verheddern kann, trifft sicher nicht nur auf Wulff zu: Manch einer, der einen klaren Blick auf die Welt hat, hat beim Blick auf sein Leben Schleier vor Augen.