1. NRW
  2. Städte
  3. Krefeld

Chempark in Krefeld: Currenta-Verkauf ist abgeschlossen

Wirtschaft in Krefeld : Chempark - Currenta-Verkauf ist abgeschlossen

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess AG hat für seinen 40-Prozent-Gesellschafter-Anteil am Verkauf des Chempark-Betreibers einen Erlös von knapp einer Milliarde Euro erzielt. Das stärkt die finanzielle Basis der Aktiengesellschaft.

Der Verkauf des Chemiepark-Betreibers Currenta ist exakt nach Plan vollzogen. Im August des vergangenen Jahres hatten die Gesellschafter Bayer (60 Prozent) und Lanxess (40 Prozent) angekündigt, die Übertragung ihrer Anteile für die Standorte Uerdingen, Dormagen und Leverkusen bis Ende April 2020 an den neuen Eigentümer Macquarie Infrastructure and Reals Assets (Mira) abschließen zu wollen. Das Geschäft mit der Bayer AG ist bereits im November 2019 erfolgt, jetzt hat auch die Lanxess AG Nägel mit Köpfen gemacht. Der Spezialchemie-Konzern habe vor wenigen Tagen die Veräußerung seines 40-Prozent-Anteils am Chemiepark-Betreiber Currenta vollzogen, teilte ein Sprecher mit.

Der Unternehmenswert der Currenta soll vor Abzug der Nettoschulden und der Pensionsverpflichtungen 3,5 Milliarden Euro betragen haben. 2,1 Milliarden entfallen auf die Bayer AG und 1,4 Milliarden auf Lanxess. Unterm Strich habe der Spezialchemie-Konzern einen Eigenkapitalwert von 780 Millionen Euro erzielt und eine Gewinnbeteiligung von 150 Millionen Euro vor Steuern erhalten, berichtete ein Sprecher. „Aus dem Currenta-Verkauf fließt uns im zweiten Quartal ein substantieller außerordentlicher Ertrag zu. Wir stärken zudem unsere bereits gute finanzielle Basis. So sind wir für die aktuellen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie gut gerüstet“, sagte Michael Pontzen, Finanzvorstand von Lanxess.

  • Die Eheleute Monika und Gerhard Mebus
    Warten auf Startsignal aus Berlin : Impfen in Leverkusen – Bayer und Co. sind bereit
  • Platz ist genug - die Organisation
    Corona aktuell : Chempark startet Aufbau von Impfzentrum
  • Lisa Büscher in einer Chemieanlage des
    Chempark Leverkusen : Der Ausbildungs-Riese vom Rhein

Mit Currenta habe sich Lanxess auf zunächst zehnjährige Dienstleistungs- und Versorgungsverträge für die drei Standorte Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen verständigt. Dort betreibt der Spezialchemie-Konzern einen wesentlichen Teil seiner weltweiten Produktionsanlagen.

Seit 1877 fertigt die chemische Industrie in Uerdingen. Heute produzieren im Chempark gut 40 Betriebe mit gut 7500 Mitarbeitern auf 260 Hektar Fläche und werden dabei vom Dienstleister Currenta GmbH & Co OHG und ihren Tochtergesellschaften Tectrion und Chemion unterstützt.

Mira habe umfangreiche Erfahrung im Management von vergleichbaren Unternehmen wie Currenta, dazu gehörten Strom- und Gasnetze, Müllverbrennung, Deponien, Kläranlagen, Schienen- und Hafen­infrastruktur. Zudem befasse das Unternehmen sich mit der Lagerung und dem Handling sensibler Materialien für die petrochemische und chemische Industrie in Deutschland, Spanien, Polen, Japan, China, Singapur, Korea und auf den Philippinen, teilte Mira mit.

Das Team von mehr als 800 Mitarbeitern verwalte weltweit Kapital im Auftrag langfristiger Investoren wie Pensionsfonds oder Versicherungen. Mira sei Teil der Macquarie Group, einer Finanzgruppe, die ihren Kunden Vermögensverwaltungs- und Finanzlösungen sowie Bank-, Beratungs-, Risiko- und Kapitallösungen für Fremdkapital, Aktien und Rohstoffe anbiete. Mira sei seit 30 Jahren in Deutschland tätig.