Chemikant ist der beliebteste Ausbildungsberuf in Krefeld

Ausbildungs-Ranking : Chemikant ist der beliebteste Ausbildungsberuf in Krefeld

Die Rangliste der zehn meist nachgefragten Ausbildungsberufe in der Seidenstadt unterscheidet sich deutlich von der in Nordrhein-Westfalen.

Die Wirtschaft in der Stadt Krefeld unterscheidet sich in der Struktur erheblich von der in den Nachbarstädten. In der ehemaligen Seidenstadt nimmt die chemische Industrie eine wesentliche Rolle ein. Indikator für ihr Alleinstellungsmerkmal in der Region ist das Ergebnis der aktuellen Erhebung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik (IT:NRW). Demnach ist der Beruf des Chemikanten der beliebteste bei den jungen Auszubildenden. Für Nordrhein-Westfalen insgesamt kommt der Beruf in der Rangliste der zehn meist nachgefragten Ausbildungsberufe gar nicht vor.

Hinter dem Chemikanten mit 303 Auszubildenden im vergangenen Jahr rangieren in Krefeld Industriemechaniker (288), Bürokaufleute (213), Kfz-Mechatroniker (207), Verkäufer (171), Medizinische Fachangestellte (162), Einzelhandelskaufmann (147), Groß- und Außenhandelskaufmann (144), Bankkaufmann (132) und Elektroniker für Betriebstechnik (129). In der Summe sind das 4278 Auszubildende, davon 2856 Männer und 1422 Frauen.

Der Lieblingsausbildungsberuf der Krefelder Männer ist der des Kraftfahrzeugmechatronikers (279), der der Frauen die medizinische Fachangestellte (156). Das deckt sich mit den Interessen der jungen Leute in Nordrhein-Westfalen. Neben dem Chemikanten tauchen auch die Krefelder Favoriten Bankkaufmann und Elektroniker für Betriebstechnik nicht in der NRW-Rangliste auf. Die dort aufgeführten Industriekaufleute, Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizungs und Klimatechnik sowie Elektroniker für Energie und Gebäudetechnik spielen hingegen in Krefeld keine große Rolle.

Ende 2018 befanden sich in NRW 299.232 Personen in einer beruflichen Ausbildung im dualen System. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, konzentrierten sich 55,6 Prozent aller weiblichen und 39,2 Prozent der männlichen Auszubildenden auf die jeweils zehn am stärksten besetzten Berufe. Der höchste Anteil an den 106.896 weiblichen Auszubildenden hatten Medizinische Fachangestellte (10.398) und Bürokauffrauen (9921). Bei den 192.336 männlichen Azubis dominierten nach wie vor die 12.531 angehenden Kraftfahrzeugmechatroniker. Auf Platz zwei folgte die Lehre zum Elektroniker (8721). Bei jungen ausländischen Frauen verteilten sich 70,7 Prozent der Auszubildenden auf nur zehn Ausbildungsberufe. Die zur Zahnmedizinischen Fachangestellten (1494), zur Medizinischen Fachangestellten (1446) und zur Friseurin (747) waren am stärksten besetzt.

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