Krefeld: CDU will die vier Wälle stärker in die Entwicklung der City einbeziehen

Krefeld: CDU will die vier Wälle stärker in die Entwicklung der City einbeziehen

Stadtbezirksvorsitzende Carla Stomps erwartet ein neues "Krefeld-Gefühl". Der Den derzeitigen Zustand des Westwalls bezeichnet die Politikerin als desolat.

Die CDU macht bei der Stadtplanung Druck. "Krefeld braucht dringend ein Gesamtkonzept für seine vier Wälle. Nordwall, Ostwall, Südwall und Westwall müssen endlich wieder als Einheit in Erscheinung treten und städteplanerisch fortentwickelt werden", fordert Carla Stomps, Stadtbezirksvorsitzende der CDU Mitte. Die Politikerin ergänzt: "Teil des Gesamtkonzepts muss natürlich auch eine Gesamtkostenermittlung sein." Mit Blick auf das bevorstehende 'Bauhausjahr 2019' erwartet die Christdemokratin, dass Krefeld aber auch kurzfristig schaut, was sich in naher Zukunft umsetzen lässt.

Mehrfach hat der Vorstand der CDU Mitte die "mangelnde Nachhaltigkeit der Innenstadtplanung" durch die Verwaltungsspitze kritisiert. "Ostwall und Südwall - einstige Prachtstraßen - werden immer wieder mit hohen Ausgaben verschönert, aber wo bleibt die Nachhaltigkeit?", moniert Stomps. "Wo sind Instandhaltungsprogramme und Reinigungsintervalle nach Neuinvestitionen festgeschrieben, und wie werden diese kontrolliert? Für Stomps ist klar: "Die vier Wälle sind das Herz der Krefelder Innenstadt. Als solche müssen wir sie für die weitere Innenstadtentwicklung noch viel besser nutzbar machen." Bei der Umgestaltung von Ostwall und Südwall sei schon eine Menge passiert. So ist das Mittelstück des Ostwalls ein echtes Highlight, aber die Enden an Nordwall und Hauptbahnhof, einschließlich des Bahnhofsvorplatzes, "sind noch deutlich verbesserungsbedürftig". Den Zustand des Westwalls beschreibt Stomps darüber hinaus als "desolat", und auch der Nordwall nutze "sein Potenzial nur sehr eingeschränkt". Konkrete politische Maßnahmen könnten aus Sicht der Vorsitzenden der CDU Mitte darin bestehen, "die Wälle unter Denkmalbereichssatzung zu stellen und die Themen 'historischer Stadtgrundriss' und 'Mobilität' noch viel stärker zu integrieren". Der Politikerin schwebt dabei eine einheitliche Gestaltung der vier Wälle über die komplette Ausdehnung als 'grüner Raum' sowie die Umsetzung eines modernen Konzepts mit so wenig Verkehrsschildern wie möglich vor. In diesem Kontext fordert Carla Stomps auch ein "neues Krefeld-Gefühl": "Wir müssen wieder stolz sein und Stolz zeigen mit Blick auf die außergewöhnlichen Dinge in unserer Stadt." Es sei falsch, immer wieder nach Düsseldorf oder Köln zu schielen, so die Politikerin.

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Die CDU-Fraktion hat sich diesem Anliegen bereits angenommen und für die kommende Sitzung des Planungsausschusses einen entsprechenden Antrag eingebracht.

(RP)
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