CDU Krefeld: „Mehr Einsatz der Stadt gegen Lkw-Stau“

Sperrung der Uerdinger Rheinbrücke für Lastwagen : CDU: „Mehr Einsatz der Stadt gegen Lkw-Stau“

Dass sich Lkw an Lkw reiht, sei für die Bevölkerung nicht hinnehmbar, so Uli Lohmar, Sprecher der CDU in der Bezirksvertretung Uerdingen. Die Stadt erstellt nach der Brückenschließung für Lkw einen „Verkehrszeichenplan“.

Die Sperrung der Uerdinger Rheinbrücke für den Lkw-Verkehr über 7,5 Tonnen trifft neben der Krefelder Wirtschaft vor allem auch die Anwohner. Die Anbindung an die B 288 über den Rhein ist für den Hafen und die umliegenden Gewerbegebiete existenziell. Die kilometerlangen Lkw-Staus dorthin belasten zusätzlich noch das Klima. Die Verwaltung ist kurzfristig gefordert. „Wir brauchen schnellstmöglich eine Sanierung der Rheinbrücke sowie den Neubau einer Rheinquerung. Gleichzeitig ist auch die Stadt gefragt, für ein besseres Baustellenmanagement zu sorgen“, erklärt Uli Lohmar, Sprecher der CDU in der Bezirksvertretung Uerdingen. „Straßen.NRW hat dafür gesorgt, dass auf den Autobahnen die Umleitung eingerichtet wurde. Die Ratsfraktion der CDU hat bereits im Juli 2018 einen Antrag gestellt, das Krefelder Baustellenmanagement zu optimieren. Eine Antwort der Verwaltung gibt es seitdem nicht.“

Auch die Wirtschaft fordert kurzfristig Antworten. Die dauerhafte Sperrung bereitet der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein Sorge. „Mit diesem Verbot für mittelschwere und schwere Lkw verlieren die Unternehmen in der Region erneut eine wichtige Verbindungsachse zwischen den Binnenhäfen in Krefeld und Duisburg sowie zwischen den Chemparks in Uerdingen und Leverkusen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. „Wir hoffen, dass die notwendigen Reparaturarbeiten bei aller erforderlichen Sorgfalt so zügig wie möglich ausgeführt werden, um den Schaden für die Wirtschaft zu begrenzen.“ Maik van Ditzhuisen, Vorsitzender der CDU Uerdingen, denkt gleichzeitig an die Menschen vor Ort: „Wir brauchen eine Entlastung für Uerdingen. Die ewigen Staus sind für die Bevölkerung nicht hinnehmbar, insbesondere wenn sich Lkw an Lkw reiht. Hier erwarten wir von der Stadt mehr Einsatz. Eine neue Rheinquerung würde auch dafür sorgen, dass wir die Rheinbrücke als Uerdinger Wahrzeichen für künftige Generationen erhalten.“ Die Verwaltung teilte indes mit, dass sie einen „Verkehrszeichenplan“ erarbeite, „um insbesondere Lkw-Verkehre aus dem Hafen, aus Uerdingen und der Innenstadt im städtischen Verkehrsnetz zu führen und auf Ausweichstrecken zu leiten“.

Vor der für Lkw gesperrten Rheinbrücke: Uli Lohmar, Sprecher der CDU in der BV Uerdingen, (l.) und Uerdingens CDU-Chef Maik van Ditzhuisen. Foto: Joachim Niessen

CDU-Landtagsabgeordneter Marc Blondin und der baupolitische Sprecher der Krefelder CDU, Jürgen Wettingfeld, zeigen sich erleichtert, dass das Landesverkehrsministerium bereits zu Beginn des Jahres entschieden hatte, den weiteren Ausbau der B 288 und damit verbunden auch die Möglichkeit einer neuen beziehungsweise zusätzlichen Rheinquerung in das diesjährige Arbeitsprogramm zum Masterplan für die Umsetzung des Fernstraßenbedarfsplans aufzunehmen. In gemeinsamen Gesprächen mit NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst war bereits im Januar auch über mögliche Varianten der Rheinquerung zur Entlastung der alten Uerdinger Brücke gesprochen worden.