Krefeld: CDU: "Haushalt kein Grund zur Euphorie"

Krefeld: CDU: "Haushalt kein Grund zur Euphorie"

Die jüngsten Zahlen zum Haushalt sind kein Grund zur Euphorie und kein Anlass, den Kurs der wirtschaftlichen Vernunft und disziplinierter Haushaltsführung aufzugeben: Mit dieser Mahnung hat CDU-Fraktionschef im Rat, Philibert Reuters, die jüngste Pressekonferenz von Oberbürgermeister Frank Meyer zur Entwicklung des Haushalts kommentiert. Der jetzt vermeldete Überschuss in Höhe von 16,5 Millionen Euro für 2017 für Krefeld sei nur "eine Momentaufnahme".

Schon die jüngsten Tarifvereinbarungen im öffentlichen Dienst bedeuten Mehrbelastungen von mehr als acht Millionen Euro in diesem Jahr und elf Millionen Euro in 2019, erläutert Reuters. Als weitere Risiken nannte er eine möglich Zinswende: "Im Falle einer Zinserhöhung von nur einem Prozent der kurzfristigen Verbindlichkeiten bedeuten jährlichen Mehraufwendungen von etwa 4,5 Millionen Euro."

Im Falle einer wirtschaftlichen Eintrübung seien niedrigere Schlüsselzuweisungen und damit gleichfalls Einbußen in bis zu zweistelliger Millionenhöhe zu erwarten.

  • Nach Der Wahl : Was nun, Herr Reuters?

Dringend benötigtes zusätzliches Fachpersonal, vor allem im Bau-Planungsbereich, werde zu weiteren Aufwandserhöhungen beitragen. Dazu kämen Millionenzusatzaufwendungen für die Revitalisierungen städtischer Immobilien wie das Stadthaus, das Seidenweberhaus oder die Sportstätten, so Reuters weiter.

(vo)
Mehr von RP ONLINE