Krefeld: CDU gegen Zusammenlegung von Polizeibehörden

Krefeld : CDU gegen Zusammenlegung von Polizeibehörden

Ratsherr Walter Fasbender befürchtet, dass Krefeld von Überlegungen der NRW-Grünen betroffen sein könnte.

Scharfe Kritik übt der sicherheitspolitische Sprecher der Krefelder CDU-Stadtratsfraktion, Walter Fasbender, der auch stellvertretender Vorsitzender des Polizeibeirates Krefeld ist, an den Beschlüssen der Landes-Grünen zur Polizeiorganisation in Nordrhein-Westfalen. Der Grünen-Fraktionschef im Landtag, Reiner Priggen, hatte vorgeschlagen, die vielen Einzelbehörden zu größeren Präsidien zusammenzulegen. Pikant: In Mönchengladbach wird derzeit ein neues (Groß-)Polizeipräsidium gebaut, das Ende 2017 fertiggestellt sein soll. Das Gebäude liegt unmittelbar an der Grenze zum Kreis Viersen und wäre auch über die A 44 aus Richtung Krefeld zügig zu erreichen.

Eine Zusammenlegung lehnt die CDU insbesondere im Hinblick auf das Polizeipräsidium Krefeld ab, dessen Präsenz in und für Krefeld von "elementarer sicherheitspolitischer Bedeutung" sei, wie Fasbender unterstreicht: "Als Großstadt ist ein Polizeipräsidium für Krefeld wichtig und unverzichtbar, um die öffentliche Sicherheit und Ordnung in unserer Stadt zu gewährleisten."

Eine Zusammenlegung des Polizeipräsidiums Krefeld mit einer anderen Kreispolizeibehörde würde die Einsatzfähigkeit und Einsatzkraft der Polizei in Krefeld eindeutig schwächen, befürchtet der CDU-Politiker und warnt davor, "diesen verhängnisvollen Schritt" zu gehen. Gleichzeitig fordert Fasbender seinen grünen Ratskollegen Thorsten Hansen auf, die Beschlüsse der Landes-Grünen zu verhindern. Als Vorsitzender der "Gesellschaft Bürger und Polizei" in Krefeld müsse Hansen wissen, dass die Zusammenlegung von Stadt- und Landpolizei weder den Sicherheitserfordernissen einer Großstadt noch denen eines Landkreises gerecht werde. Deshalb müsse Hansen in seiner Funktion als Vorsitzender gegen die Beschlüsse seiner Partei "im Krefelder Interesse" vorgehen.

(jon)
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