Verlust von 140 Arbeitsplätzen CDA verlangt, Stadt soll mit Outokumpu Gespräche führen

Krefeld · Die CDA fordert ein Umdenken der Stadtverwaltung, um die mögliche Abwanderung der Arbeitsplätze der Outokumpu Nirosta GmbH nach Düsseldorf zu verhindern.

 Thilo Forkel, Christlich Demokratische Arbeitnehmerschaft.

Thilo Forkel, Christlich Demokratische Arbeitnehmerschaft.

Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Der ins Auge gefasste Wegzug der Outokumpu-Verwaltung mit 140 Beschäftigten (wir berichteten) ruft die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) Krefeld auf den Plan. Sie fordere ein Umdenken der Stadtverwaltung, um die mögliche Abwanderung der Arbeitsplätze der Outokumpu Nirosta GmbH nach Düsseldorf zu verhindern, erklärte Thilo Forkel, Vorsitzender der CDA Krefeld. Er kritisiere die aktuellen Entscheidungen der Stadtverwaltung bezüglich der Anmietung weiterer Büroflächen im Gebäude der Thelen-Gruppe an der Oberschlesienstraße, in dem aktuell noch Outokumpu-Angestellte arbeiten, scharf: „Die Handlungen und Anmietungspläne der Stadtverwaltung könnten den international agierenden Stahlhersteller dazu veranlassen, seine eigenen Verwaltungseinheiten und damit zahlreiche Arbeitsplätze aus Krefeld abzuziehen und womöglich in die Landeshauptstadt zu verlegen.“ Die CDA Krefeld appelliere an die Stadtverwaltung und ihre Verantwortlichen, eigenes Anmietungshandeln deutlich zu hinterfragen und einen offenen und zielgerichteten Dialog mit Outokumpu zu führen. „Die Stadtverwaltung muss ihre Verantwortung für den Wirtschaftsstandort Krefeld wahrnehmen und darf nicht als zweite Mietgarnitur langfristige Nachteile durch den Verlust von wertvollen Industriearbeitsplätzen für die Stadt in Kauf nehmen", so Forkel weiter. „Wir benötigen jetzt strategisches Standorthandeln und klare Bekenntnisse der Politik zum Industriestandort Krefeld.“ Die CDA Krefeld bleibe in dieser kritischen Angelegenheit wachsam und wird sich weiterhin für den Erhalt und die Sicherung der industriellen Basis in Krefeld einsetzen, verspricht er.