Krefeld: Bunker-Umbau am Marienplatz startet im Frühjahr

Krefeld: Bunker-Umbau am Marienplatz startet im Frühjahr

Die Rodungsarbeiten am Bunker am Marienplatz sind abgeschlossen. In dem rund 55 Meter langen und 15 Meter tiefen Schutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg entsteht Wohnraum. Insgesamt wird die Wohnanlage Raum für 26 Zwei- bis Vier-Zimmerwohnungen von 60 bis 160 Quadratmetern sowie sechs gewerbliche Flächen bieten. Die Investoren rechnen mit einem Baustart im Frühjahr oder Sommer. Anwohner sollen im Rahmen einer Informationsveranstaltung über die bevorstehenden Arbeiten informiert werden, sagt Bauunternehmer Heinz Hambloch.

Das Projekt am Marienplatz ist umstritten. Kritiker hatten Bedenken geäußert, dass Brauchtumsveranstaltungen aus Lärmschutzgründen auf dem Marienplatz nicht mehr genehmigt werden. Die Fischelner Schützen sorgen sich, dass sie ihr großes Zelt nicht mehr am gewohnten Standort aufstellen können. Es grenzte in der Vergangenheit direkt an die zum Marienplatz gerichtete Bunkerwand. Die im Rat der Stadt Krefeld gefundene Lösung, den Bereich per Bebauungsplan als "Mischgebiet", in dem weniger strenge Lärmschutzbestimmungen gelten als in einem Wohngebiet, festzuschreiben, soll den Standort als Festplatz sichern.

Die Bauunternehmer Heinz und Hendrik Hambloch berichten, dass der Vertriebsstart für die Wohnungen des "Marienhof" erfolgreich sei. Einige seien bereits reserviert. Insbesondere alteingesessene Fischelner interessierten sich für den barrierefreien Wohnraum im Ortskern. "In der Diskussion um Nachverdichtung ist das Konzept für den Bunker ein Projekt mit überregionaler Strahlkraft", meint Hendrik Hambloch. Die Wohnungen werden 3,40 Meter hohe Decken haben. Ein Luftraum mitten im Gebäude lässt von oben Tageslicht in alle Geschosse fallen. Von hier aus haben Bewohner durch gläserne Wände Blick auf die grünen Innenhöfe.

(RP)