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Bunker beschädigt: Krefelder Tafel braucht Hilfe

Wintersturm sorgte für massive Beschädigungen am Dach : CDU will bei Lösung der Probleme am Logistik-Bunker der Tafel helfen

Noch kann die Tafel dort unter hohen Sicherheitsauflagen ihre eingesammelten Lebensmittel zwischenlagern, sie sucht aber dringend nach einer Alternative.

Die CDU-Landtagsabgeordneten Britta Oellers und Marc Blondin wollen helfen, die Probleme der Krefelder Tafel zu lösen. „Die Krefelder Tafel zählt zu einer der zahlenmäßig größten Tafeln in Deutschland und ist eine respektable Institution“, so Vorsitzender Hansgeorg Rehbein beim Besuch der Politiker in der Pfarre Herz-Jesu Bockum sowie im Lagerbunker an der Friedrich-Ebert-Straße. „Aber wir haben ein Problem, wie es mit unserem Lager und dem Tafel-Laden weitergeht.“

Die Krefelder Tafel e.V. sorgt bereits seit 21 Jahren für eine Win-Win-Situation zwischen Unternehmen und Spendern, die Lebensmittel abholen lassen, die zwar nicht mehr verkaufbar, aber verwendbar sind, und bedürftigen Menschen, darunter Rentner, Arbeitslose, Migranten und Kinder, zugutekommen. Die Vorstandsmitglieder Hansgeorg Rehbein und Irmgard Hausmanns präsentierten eine beachtliche Statistik vor: Mehr als 4000 bedürftige, erwachsene Menschen und 1000 Kinder werden rund 150 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen täglich durchschnittlich mit 2,5 Tonnen Lebensmitteln versorgt. Mehr als 100 Menschen nehmen täglich am Mittagstisch im Pfarrheim der Herz Jesu-Gemeinde teil. Tendenz steigend.

Es gibt fünf Ausgabestellen: Am Bunker Friedrich-Ebert-Straße, im Freizeitzentrum Süd an der Kölner Straße, an Bonifatius in Stahldorf, an der Herbertzstraße in Oppum sowie an der Dionysiuskirche. Dazu gibt es im Pfarrheim Herz-Jesu in Bockum einen warmen Mittagstisch. Der Verein verfügt über fünf Kühltransporter sowie professionelle Kühlhäuser im Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg.

Anfang des Jahres sorgte der Wintersturm „Burglind“ dort für massive Beschädigungen im Dachbereich. Die Stadt musste wegen Einsturz- und Absturzgefahr von Dachteilen den gesamten Bereich um den Bunker sperren. Noch kann die Tafel unter hohen Sicherheitsauflagen ihre Lebensmittel dort zwischenlagern, ist aber angehalten,  schnell nach Alternativen zu suchen. Auch eine der fünf Ausgabestellen, die sich auf dem Gelände befand, musste eine neue Bleibe finden. Vorübergehend konnte diese in zwei Pavillons auf dem Schulhof der benachbarten Gesamtschule ausgelagert werden. Allerdings braucht diese die Fläche ihrerseits für das Aufstellen von Pavillons im neuen Schuljahr. „Der Betrieb läuft bei uns unter erschwerten Bedingungen für alle Beteiligten“, sagt Irmgard Hausmanns. „Es muss schnell eine effektive Lösung für die Bedürftigen gefunden werden.“

(jon)