Krefeld: Bundesmusikpreis "Applaus 2017" für den Jazzkeller

Krefeld: Bundesmusikpreis "Applaus 2017" für den Jazzkeller

Der Krefelder Jazzkeller ist eine der ersten Adressen in der deutschen Clublandschaft. Das bekommen Jeanette Wolff und Bernard Bosil nun schwarz auf weiß: Kulturstaatsministerin Monika Grütters überreicht ihnen heute in Dresden den Musikpreis "Applaus 2017", eine Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten. Er ist der höchstdotierte Bundesmusikpreis, der mit insgesamt 1,8 Millionen Euro Clubbetreiber und Veranstalter "für ihre herausragenden Musikprogramme" ehrt. In den verschiedenen Kategorien werden insgesamt 86 Clubs und Reihen prämiert: Der Jazzkeller erhält 40.000 Euro als "Spielstätte, die 2016 ein kulturell herausragendes Programm mit mindestens 104 Konzerten pro Jahr angeboten haben". Für Wolf und Bosil eine wichtige Anerkennung. Den mit 5000 Euro verbundenen NRW-Preis haben die Keller-Betreiber in der Vergangenheit bereits mehrfach geholt.

"Es sind neben den großen Bühnen vor allem die vielen kleineren Clubs im ganzen Land, denen es gelingt, das Publikum mit ihren Livemusikprogrammen zu begeistern und dabei jungen, noch unbekannten Musikern eine Bühne zu bieten", sagt Grütters. Allein die 86 prämierten Programme stehen für etwa 8000 Konzerte im vergangenen Jahr, das sind im Schnitt 22 Konzerte pro Tag. Eine Jury um Dieter Gorny, Aufsichtsratsvorsitzender der Initiative Musik, hat die Preisträger aus fast 320 Bewerbungen ausgewählt. Ziel sei, "bundesweit den Nährboden für künstlerische Kreativität für Musiker der unterschiedlichsten Genres von Pop bis Jazz zu erhalten und auszubauen."

(ped)