Prinz-Ferdinand-Straße: Anwohner ärgern sich über wilde Müllablagerungen.

Müllproblem an der Prinz-Ferdinand-Straße : Wilde Müllkippen sorgen für Ärger

Unangemeldete Sperrmüllberge und weitere Müllablagerungen machen den Anwohnern im Bereich der Prinz-Ferdinand-Straße zu schaffen. Sie hätten gerne eine saubere Straße.

Am Straßenrand türmen sich Stühle, auseinandergenommene Tische und Bettgestelle. Dazu stapeln sich diverse Haushaltsgegenstände vom Regal bis hin zu Elektrogeräten vor Hauseingängen. An der Prinz-Ferdinand-Straße sieht es aus, als wenn Sperrmüllabfuhr wäre.

Das ist aber nicht so. „Hier sieht es leider am laufenden Meter so aus. Anwohner stellen einfach Möbel und Co.. heraus, obwohl gar keine Sperrmüllabfuhr ansteht“, berichtet Anja Zirolies vom Bürgerverein West. Bei der Stadt ist das Problem bekannt, es gab auch schon Gegenmaßnahmen. „Im Bereich der Prinz-Ferdinand-Straße wurden schon in der Vergangenheit wegen häufiger illegaler Ablagerungen die Anwohner beziehungsweise Hauseigentümer durch Broschüren „Wir in unserer Straße“ für die Thematik der Vermüllung des öffentlichen Raumes sensibilisiert“, informiert die städtische Pressestelle. Im Nachgang nach einer solchen Aktion wurde eine deutliche Verbesserung der Gesamtsituation festgestellt.

Doch hält dieses Phänomen nicht lange an. Es kommt immer wieder zu erneuten Ablagerungen von Sperrmüll, der einfach ohne Anmeldung für die Abfuhr auf die Straße gesetzt wird. „Der Fachbereich Umwelt hat im Mai insgesamt 25 sogenannte wilde Kippstellen und elf unangemeldete Sperrmüllablagerungen registriert“, berichtet die Pressestelle.

Aber nicht nur dieser Unrat bewegt die Bürger. Die Baumscheiben werden teilweise als Mülleimer für Hundekotbeutel, Zigarettenschachteln, Flaschen und weiteren Müll missbraucht. Dabei ist die Prinz-Ferdinand-Straße, laut Auskunft der Stadt, der Reinigungsklasse III zugeordnet. Alle Flächen, einschließlich der Baumscheiben, werden zweimal wöchentlich durch die Stadtreinigungsgesellschaft GSAK gereinigt. Dazu reinigt der Fachbereich Grünflächen im Rahmen seines regelmäßigen Reinigungsturnus ebenfalls die Verunreinigung an den Baumscheiben. Die innerstädtische Lage der Straße führt dabei immer wieder Schwierigkeiten bei der Durchführung der Straßenreinigung aufgrund der parkenden Fahrzeuge.

Des Weiteren beklagen die Anwohner die Müllablagerungen am Kleidercontainer an der Jägerstraße. „Im Monat Mai wurden in diesem Bereich in sechs Fällen ebenfalls Ablagerungen - sowohl Abfälle als auch neben den Depotcontainern abgelegte Kleidung – festgestellt“, sagt die Stadt Krefeld und verweist darauf, dass solche Ablagerungen durch die Stadtreinigungsgesellschaft stets zeitnah beseitigt werden würden. Die Anwohner wünschen sich hingegen vermehrte Kontrollen, damit es erst gar nicht zu den unschönen Anblicken in ihren Straßen kommt. Auch würden sie eine Wiederholung der Aktion „Wir in unserer Straße“ begrüßen. Bei der Stadt laufen aktuell Überlegungen, genau dies zu tun. In Sachen der ebenfalls von den Anwohnern vorgebrachten Falschbefahrung der Blumenstraße liegen der Polizei keine gemeldeten Vorfälle vor. „Wir haben keinerlei Hinweise darauf, dass die Blumenstraße entgegen der Fahrtrichtung befahren wird“, teilt die Pressestelle der Polizei mit. Das Problem der Trinker, sie sich vor einem Haus in der Prinz-Ferdinand-Straße eingefunden haben und dort Passanten behelligten hat sich indes gelöst: Der Treff hat sich von selber aufgelöst.

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