Krefeld: Der Langen Dyk stellt eine Gefahr für Fußgänger und Radfahrer dar.

Gefahrenstelle in Krefeld : Gefahr für Fußgänger auf Langen Dyk

Vier Versuche hat Anna-Maria Rixen gestartet, um den Langen Dyk sicherer zu machen. Bislang vergeblich: Die Verwaltung vertröstet die Hülserin, die fast zum Unfallopfer geworden wäre, seit Januar. Getan hat sich nichts.

Die Erfahrungen von Anna-Maria Rixen mit Autofahrern auf dem Langen Dyk zwischen Steegerdyk und Hölschen Dyk machen deutlich, warum sich die Hülserin nachdrücklich für eine Lösung zum Schutz von Fußgängern und Radfahrern einsetzt: „Einmal musste ich schnellstens zur Seite springen, ein anderes Mal wurde ich von einem von hinten kommenden Auto mit dem Außenspiegel touchiert.“

An dieser Stelle ist die Straße sehr schmal, lediglich 4,10 Meter breit, zwei kleine Autos kommen gerade noch aneinander vorbei; trotzdem ist eine Geschwindigkeit von Tempo 50 erlaubt. „Wenn aber gleichzeitig ein Fußgänger mit oder ohne Hund oder ein Fahrradfahrer die Straße benutzt, wird dieser von der Straße abgedrängt und kann sich nur durch Aufmerksamkeit und vorausschauendes Ausweichen in den Straßengraben retten“, erklärt Maria Rixen.

Die Straße, die S-förmig durch die Landschaft führt, ist nicht befestigt. Sie verfügt weder über einen Bürgersteig noch über einen Radweg und ist an zwei Stellen außerdem sehr unübersichtlich, „obwohl an einer Gefahrenstelle immerhin das in die Straße hereinragende Gebüsch vor zwei Jahren entfernt wurde“, erläutert die engagierte Anwohnerin. „Viele Autofahrer sind sehr rücksichtslos bei so ‚weichen Zielen’ wie Menschen. Da ärgern sich außer mir mit Gewissheit noch andere Leute drüber“, erklärt Rixen mit Nachdruck.

Aufgrund der gefährlichen Situation hat Anna-Maria Rixen im Verlauf von zwölf Monaten – erstmalig am 22. Januar dieses Jahres – vier Mails an Oberbürgermeister Frank Meyer geschrieben, um ihn nicht nur auf die Gefahr aufmerksam zu machen, sondern auch um eine konkrete Lösung vorzuschlagen. Ihre Idee, Betonkübel in regelmäßigen Abständen zu platzieren, würde das gleichzeitige Fahren von zwei Autos dort verhindern, die Geschwindigkeit so zwangsweise reduzieren,  und diese Lösung sei außerdem preiswert, meint Anna-Maria Rixen.

Die Antwort auf ihre Schreiben stellt die Anwohnerin nicht zufrieden. „Die Stadt reagiert mit freundlich formulierten, tröstenden Worten“, berichtet Rixen. Der Fachbereich Sicherheit und Ordnung habe um Geduld gebeten, gleichzeitig aber auch mitgeteilt, dass der Langen Dyk zum sogenannten „Vorbehaltsstraßennetz“ der Stadt gehöre.

Dies bedeutet, dass eine Reduzierung der Geschwindigkeit nicht in Betracht kommt. „Es bleibt damit noch drängender die Frage bestehen, wie denn die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern gewährleistet werden kann“, meint die Anwohnerin.

Auch der Eingang anderen schriftlichen Anfragen vom Mai und Juli 2019 wurde „in freundlichem Ton“ bestätigt. Mehr aber auch nicht. Am 15. Juli wurde Anna-Maria Rixen von der zuständigen Fachverwaltung immerhin zugesagt, dass sie aufgrund von personeller Verstärkung „bald über den Sachstand informiert“ werde. Informiert wurde sie bis heute jedoch nicht, trotz einer vierten Mailanfrage.

In dieser hat sie dann auch geschrieben, man müsse ihr nicht mehr nett antworten, man solle „einfach etwas tun.“ Da jedoch bis zum heutigen Zeitpunkt nichts passiert ist, sah die RP-Leserin den Bürgermonitor als eine Möglichkeit, noch einmal deutlich auf die Gefahrenquelle aufmerksam zu machen. Sie sieht die Stadt in der Pflicht, denn auf dem Langen Dyk ist Fußgängern und Radfahrern die Benutzung der Straße erlaubt.

Dies müsse aber dann auch ohne Gefahr für Leib und Leben möglich sein, erklärt die Hülserin. Sie hofft, dass sich nicht erst ein Unfall mit schlimmen Folgen ereignen muss, bevor etwas geschieht.