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Krefeld: Breakdancer holen zwei Meistertitel

Krefeld : Breakdancer holen zwei Meistertitel

Bei den Deutschen Meisterschaften in der Nähe von Stuttgart siegten die sechs Jungs aus Krefeld sowohl in der Mannschafts- als auch in der Einzelwertung. Weltmeister Can Berdermann startete erstmals bei den Erwachsenen.

Krefelds eifrigste Titelsammler haben ihre Erfolgsserie fortgesetzt. Das Besondere dabei: Auch nach dem altersbedingten Ausscheiden des mehrfachen Weltmeisters und Deutschen Meisters im Breakdance, Can Berdermann, bleiben die Tänzer aus dem Studio Mine-Sports an der Vereinsstraße auf der Erfolgsspur. Mit Deutschen Meistertiteln im Mannschafts- und im Einzelwettbewerb, Medaillen und Urkunden im Gepäck kehrten Nikolas Moll (14), Devian Wiesner (11), Leon Egeler (13), Jaden Botz (11), Keanu Botz (13) und Tim Spörecke (14) aus Stuttgart zurück.

Das neu formierte Team hatte sich die Hürden selbst noch etwas höher gestellt: Ein halbes Jahr vor den Titelkämpfen nahm die Truppe mit Devian Wiesner und Tim Spörecke noch zwei Debütanten auf, ergänzte die Choreografie und trainierte das Zusammenwirken. Mit Erfolg. Schon beim Vortanzen setzte die Jury die Krefelder auf Rang eins. In den folgenden Battles setzten sich die Sechs im Finale gegen die Konkurrenz aus Magdeburg durch. "Der Gegner verfügte über gute Individualisten, wir aber waren im Team eindeutig stärker", sagte Can Berdermann, der die Truppe trainiert und betreut. Neu bei dem Auftritt der Krefelder war auch die Musik. Statt ausschließlich auf Elektronik zu setzen, tanzen die Jungs aus dem Ostbezirk auch zur Rockmusik von Kiss.

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Im Solo-Wettbewerb hatte der erfahrene Leon Egeler unter 40 Teilnehmern die Nase vorn. Der Bockumer Golf-Liebhaber gehörte schon zur Weltmeister-Mannschaft um Can Berdermann und wurde national durch seinen Fernsehauftritt bei Kai Pflaume bekannt. Bei Klein gegen Groß zeigte er seine Qualitäten im Headspin - dem Drehen um die eigene Achse auf dem mit einer Wollmütze geschützten Kopf. Die Stimmung im Krefelder Team war nach den Siegen entsprechend gut. "Es ist schon ein gutes Gefühl, zu wissen, dass man Deutscher Meister ist", erzählt Nikolas Moll. "Ich war ganz schön aufgeregt", gesteht der Jüngste in der Truppe. Der 1,33 Meter große Devian Wiesner lenkte mit seiner Präsenz die Blicke des Publikums auf sich. Der besondere Charme des Auftritts der Krefelder lag in dem Größenunterschied. Neben Devian Wiesner bewegten sich im Takt der Musik die gut 1,85 Meter großen Leon Egeler und Nikolas Moll.

 Mine Berdermann betreibt eine Tanzschule an der Vereinsstraße.
Mine Berdermann betreibt eine Tanzschule an der Vereinsstraße. Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Eine Premiere war für den 16-jährigen Can Berdermann sein Auftritt bei den Erwachsenen: Beim Vortanzen bekam er die besten Werte der Jury. Leider verletzte sich der Krefeld am Oberschenkel, setzte den Wettkampf aber dennoch fort und landete am Ende auf dem undankbaren vierten Platz. "Ich bin damit unter den besonderen Umständen megazufrieden", sagte der Sohn von Mine Berdermann. Bei den Europameisterschaften in Polen werden die Krefelder nicht antreten. Ihr Fokus richtet sich auf die kommenden Weltmeisterschaften im Herbst in Mailand.

Mine Berdermann, die auch als Kampfrichterin weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist, ist optimistisch, dass ihre Tänzer auch die anstehenden Aufgaben gut vorbereitet bewältigen werden - schließlich wollen die Jungs Titel sammeln.

(RP)