Brauerei Königshof vertreibt jetzt auch Plopp-Flaschen

Bier aus Krefeld: Brauerei Königshof – Ab Mittwoch wird geploppt

Original Königshofer wird nun, mit neuer Rezeptur, in einer Bügelflasche angeboten. Das Plopp, sagt die Brauerei, sei hip.

Die Brauerei Königshof geht neue Wege. Nicht nur eine neue Rezeptur wird ab Mittwoch für die Premiummarke „Original Königshofer“ verwendet, auch in einem ganz neuen Gebinde wird das als regionale Spezialität positionierte Premiumbier angeboten. Künftig wird auch beim Bier aus Krefeld „geploppt“ sowohl beim Pils als auch beim Alt. „Die Gebindeart mit Bügelverschluss ist wieder in. Über Jahre gab es sie kaum. Wir wollen das jetzt wieder aufgreifen“, sagt Frank Tichelkamp, Prokurist und Verkaufsleiter der Brauerei Königshof mit Sitz an der Untergath.

Dass der Verschluss aus der Mode kam, hing auch mit der Automatisierung zusammen. Die Abfüllung ist weit komplizierter. „Wir können ungefähr 15.000 Flaschen pro Stunde abfüllen. Bei anderen Flaschen mit Kronkorken sind es rund 50.000“, berichtet Braumeister Georg Schroers. Außerdem sind Kronkorken dichter, was sich auf die Haltbarkeit auswirkt. „Beim Bügelverschluss haben wir die Mindesthaltbarkeit auf ein halbes Jahr gesetzt. Das ist kürzer als bei Kronkorken“, sagt Schroers. Drittes Problem: Eine alkoholfreie Linie wird es aus technischen Gründen nicht geben können. Denn: Pasteurisiertes Bier in „Plopp-Verschlussflaschen“ zu füllen ist zurzeit aus hygienischen Gründen noch nicht möglich.

Doch trotz der Probleme: Die Verantwortlichen sind von der neuen Produktlinie überzeugt. „Heute sieht man oft auch in der Gastronomie Menschen, die Flaschenbier trinken. Dieses „Ready to drink“, wie es im Fachterminus heißt, liegt voll im Geist der Zeit“, sagt Tichelkamp. Eine Bitte haben die Verantwortlichen an die Kunden: Bügelflaschen sollen immer geöffnet zurückgebracht werden. Auch, wenn manche Pfandautomaten damit ein Problem haben. „Manche Automaten erkennen den Bügel als Verschmutzung. Trotzdem bitten wir, den Verschluss höchstens aufzulegen, aber nicht wieder zu vollständig schließen. Das bedeutet nicht automatisierbaren Mehraufwand“, erläutert Braumeister Schroers.

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Das neue Gebinde wird zunächst parallel zum bisherigen Original Königshofer im weißen Elfer-Kasten angeboten. Die „Brauerei Königshof“-Biere in den grünen Kästen sind ohnehin unbetroffen. „Wie es mit dem weißen Kasten weiter geht, entscheidet der Markt. Wir gehen davon aus, dass er verschwindet. Aber wenn sich weiterhin genug Kunden finden, dass die Herstellung rentabel ist, bleibt auch er erhalten“, sagt Frank Tichelkamp.

Die neuen Flaschen fassen nur noch 0,33 Liter und nicht mehr 0,5, wie bislang. Der Kunde wolle eher kleinere Gebinde. So sei das Bier bis zum letzten Schluck kalt, auch, weil die neuen Flaschen dickeres Glas haben. Damit wird die Temperatur auch in der Hand besser gehalten, was den Genuss erhöhen soll. Die kalte Flasche ließe das Bier frischer wirken.

Ausgeliefert wird das Produkt ab Mittwoch Früh an den Handel. Die ersten Geschäfte wollen das Produkt schon am gleichen Tag im Sortiment haben. In großen Ketten könne es aber vier bis sechs Wochen dauern. Daher gibt es am Freitag eine Sonderaktion: Von 15 bis 17 Uhr wird es ausnahmsweise einen Sonderverkauf an Endkunden in der Brauerei geben. Pünktlich zum ersten WM-Spiel der Nationalmannschaft am Sonntag kann der Kunde so das neue Original Königshofer trinken – und nach Herzenslust „ploppen“.