Vorfall in Krefeld: 18-Jähriger spielt mit Feuerzeuggas und verursacht Explosion

Vorfall in Krefeld : 18-Jähriger spielt mit Feuerzeuggas und verursacht Explosion

Am Sonntagabend gab es in einer Wohnung an der Uerdinger Straße eine Explosion. Drei Personen hat die Polizei festgenommen - ein 18-Jähriger hat nun gestanden, gezündelt zu haben. Mit so einer heftigen Reaktion habe er aber nicht gerechnet.

Am Sonntagabend hatte es um 17.43 Uhr eine Explosion in einer Wohnung an der Uerdinger Straße in Krefeld gegeben. Glassplitter und Kleinteile wurden bis auf die andere Straßenseite geschleudert, die gesamte Wohnung sei verwüstet und die vierflügelige Fensteranlage laut Feuerwehr durch den Druck aus der Verankerung gerissen worden.

Die Polizei hat drei Personen, die sich in der Wohnung befanden, festgenommen und befragt: Dabei handelt es sich um die 21-jährige Wohnungsinhaberin und zwei 18-jährige Männer. Nach den Angaben der Verdächtigen habe einer von ihnen zunächst mit Feuerzeuggas auf dem gläsernen Wohnzimmertisch gespielt. Eine dabei entstandene Flamme sei rasch wieder erloschen. Anschließend versuchte der Mann, Feuerzeuggas aus einer Nachfüllflasche in der Wanne des Badezimmers ausströmen zu lassen. Als er das Gas anzündete, sei es ebenfalls schnell wieder erloschen.

Die Polizei mutmaßt, dass er dann eine größere Wirkung erreichen wollte. Daher legte er die Nachfüllflasche in die Wanne und zündete auf ihr ein T-Shirt und eine Mülltüte. Hierdurch wurde die Flasche so stark erhitzt und entzündet, dass es zu einer heftigen Explosion kam. Dabei zersplitterte das Glas des Fensters und wurde bis auf die Straße geschleudert, der Fensterrahmen wurde herausgedrückt. Die Tür wurde durch den Druck aus dem Rahmen gepresst und stark beschädigt in den Flur geschleudert. Der 18-Jährige befand sich im Flur, die Badezimmertür hatte er zuvor geschlossen. Verletzt wurde niemand.

Wie die Polizei berichtete, habe der 18-Jährige die Tat in seiner Vernehmung eingeräumt; er habe nicht mit einer so heftigen Explosion gerechnet. Die Brandsachverständigen hätten die Angaben des Mannes, der sich nun rechtlich verantworten muss, weiter bestätigt.

Der junge Mann sei ohne festen Wohnsitz und bereits polizeilich bekannt. Er werde am Montag auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt, teilte die Behörde mit.

(ubg )
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