Unerlaubte Beschäftigung und Mindestlohn: Hauptzollamt Krefeld prüft Frisöre, Kosmetik- und Nagelstudios

32 Unregelmäßigkeiten : Hauptzollamt Krefeld prüft Frisöre, Kosmetik- und Nagelstudios

In der vorletzten Woche hat das Hauptzollamt mehrere Betriebe überprüft. Eine Person wurde vorläufig festgenommen.

Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit überprüften in der vorletzten Woche Betriebe und Arbeitnehmer des Frisörhandwerks sowie Kosmetik- und Nagelstudios im gesamten Bezirk des Hauptzollamtes Krefeld. Insgesamt wurden 75 Objekte aufgesucht, 55 Geschäftsunterlagen durchgesehen und 155 Arbeitnehmer befragt. Dabei standen die sozialversichrerungsrechtlichen Meldebestimmungen, die Einhaltung des Mindestlohns sowie die unerlaubte Beschäftigung von Ausländern ohne Arbeitserlaubnis im Fokus. Das teilt das Hauptzollamt Krefeld mit. Das Ergebnis sei erschreckend.

  • In elf Fällen besteht laut Zollamt der Verdacht auf Mindestlohnverstoß.
  • In 18 Fällen besteht der Verdacht auf Beitragsvorenthaltung durch Arbeitgeber
  • In drei Fällen besteht der Verdacht auf Leistungsmissbrauch durch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
  • In zwei Fällen besteht der Verdacht auf illegale Ausländerbeschäftigung. Aufgefallen ist das in einem Nagelstudio in Krefeld bei zwei weiblichen Beschäftigten, da entweder kein Pass vorhanden war oder eine Arbeitserlaubnis fehlte.
  • Die weitere Bearbeitung hat nach Einleitung eines Ermittlungsverfahrens im Falle der fehlenden Arbeitserlaubnis die örtlich zuständige Ausländerbehörde übernommen. Die Person, die keinen Pass vorweisen konnte wurde an die örtliche Polizeidienststelle zwecks weiterer Maßnahmen übergeben.
(ubg)
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