Krefeld: SEK muss wegen Ruhestörung anrücken

Festnahme : SEK rückt wegen Ruhestörung in Krefeld an

Ein Krefelder beschwert sich gegen vier Uhr morgens über laute Musik aus einer benachbarten Wohnung. So weit, so normal. Er ruft die Polizei. Später muss allerdings auch das SEK anrücken.

Der Einsatz der Polizei wegen nächtlicher Ruhestörung in der Krefelder Innenstadt ist am Sonntagmorgen eskaliert. Am Ende mussten Spezialeinsatzkräfte der Polizei für Ordnung sorgen, wie die Polizei mitteilt.

Die Polizei war von einem Anwohner wegen zu lauter Musik in einer Nachbarwohnung gerufen. Als die Polizisten eintrafen und um Ruhe baten, soll der wegen Raubes, Körperverletzung und Bedrohung polizeibekannte Bewohner aggressiv reagiert haben. Der 30-Jährige habe gedroht, „sich eher erschießen, als festnehmen zu lassen“, heißt es von der Polizei.

Es gab laut Polizei Hinweise, dass der Mann möglicherweise bewaffnet ist, deshalb zogen sich die Beamten zurück und forderten ein Spezialeinsatzkommando (SEK) an.

Als das SEK gegen 7.50 Uhr gewaltsam in die Wohnung eindrang, stellte sich heraus, dass die Menschen darin die Wohnungstür mit einem Kabel an das Stromnetz angeschlossen hatten.

Das habe die Polizei aber nicht aufhalten können. Deshalb verzichteten der 30-jährige Mieter und ein ebenfalls anwesender polizeibekannter 28-jähriger Krefelder auf weiteren Widerstand.

Der 30-jährige Wohnungsinhaber, gegen den noch zwei offene Haftbefehle vorlagen, wurde festgenommen. In der Wohnung fanden die Beamten mehrere Beile, Macheten und Schlagstöcke.

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(see/dpa)
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