Krefeld. Polizei nimmt nach Rentner-Mord weiteren Tatverdächtigen fest

Mord an Krefelder Rentner : Polizei nimmt weiteren Tatverdächtigen fest

Im Fall des bei einem Raub im Oktober 2016 ums Leben gekommenen Krefelder Rentners Werner Landscheidt hat die Polizei am Freitag einen weiteren Tatverdächtigen festgenommen.

Zielfahnder des Landeskriminalamts NRW konnten mit Unterstützung von Kräften des Polizeipräsidiums Wuppertal den 54 Jahre alten Polen : Marko S. bei einer Wohnungsdurchsuchung bei Familienangehörigen in Solingen antreffen und widerstandslos festnehmen. Damit wird die Öffentlichkeitsfahndung der Staatsanwaltschaft Krefeld aus Januar 2017 zurückgenommen. Das Amtsgericht Krefeld hatte seinerzeit einen Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen begangenen Mordes und Raubes mit Todesfolge gegen den damals 52-Jährigen erlassen.

Marko S. steht im Verdacht, gemeinsam mit seiner Partnerin und weiteren Mittätern die Tat im Oktober 2016 mitgeplant und durchgeführt zu haben. Er wurde am Samstag dem Amtsgericht Krefeld vorgeführt, wo ihm der Haftbefehl verkündet wurde. In einem Prozess wurden bereits fünf Personen verurteilt, Mirko S. wurde mit einer Öffentlichkeitsfahndung weiter gesucht, wie die Polizei Krefeld auf Nachfrage erklärte.

Am 5. Januar 2018 sprach das Schwurgericht sein Urteil und wich dabei stark von den Forderungen der Staatsanwaltschaft ab. Wegen Raub mit Todesfolge verurteilt Richterin Ellen Roidl-Hock letztlich Jerzy S. (40) und Iwona G. (53) zu 14 Jahren Haft, Przemyslaw F. (35) muss für elf Jahre und sechs Monate hinter Gittern, gegen Mariusz F. (42) aus Bochum werden zehn Jahren Haft verhängt. Für seine Mittäterschaft muss Johann S. (27) für vier Jahre ins Gefängnis.

(seeg)