Krefeld: Polizei legt bei Kontrollen mehrere Lkw still

Bei Verkehrskontrollen : Stahlrohre schlecht gesichert: Polizei legt Lkw still

Bei einer großen Kontrolle auf dem Charlottering kam es bei mehr als jedem siebten Lastwagen zu einer Beanstandung durch die Polizei.

(svs) 217 Lkw hat die Polizei Krefeld in Kooperation mit der Polizei Duisburg am Montag auf dem Charlottering überprüft. Zwei Fahrer waren ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs, drei Fahrer wurden dabei der Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit überführt. 14 Fahrer wurden aufgrund geringfügiger Verstöße gegen die Pflicht der ordnungsgemäßen Ladungssicherung mit einem Bußgeld belegt.

Am deutlichsten fiel ein Fahrzeug auf, das große Stahlrohre geladen hatte. „Diese waren nicht ordnungsgemäß gesichert und das in einer Art, dass es auch mit ein paar zusätzlichen Spanngurten nicht zu beheben war. Das Fahrzeug war für den Transport dieser Fracht schlicht nicht geeignet. Darum haben die Kollegen es um die Ecke auf die Rather Straße dirigiert, wo es vorläufig stillgelegt wurde. Das Unternehmen muss jetzt ein anderes Fahrzeug schicken, das die entsprechende Eignung aufweist, und die Ware umladen. Erst dann darf der Lkw weiter fahren“, erläuterte Polizeisprecherin Karin Kretzer auf Anfrage.

Der Fahrer des Fahrzeugs ist in der Folge einer von sechs Kontrollierten, die neben einem Verwarngeld auch eine Ordnungswidrigkeitsanzeige erwartet. Mit einer solchen haben auch acht weitere Fernfahrer zu rechnen. Sie hatten die zulässigen Lenkzeiten überschritten beziehungsweise sich nicht an die vorgeschriebenen Regeln zu entsprechenden Ruhezeiten gehalten.

Auch technische Mängel wurden bei drei Fahrzeugen festgestellt. Eine erste Meldung, dass eines der Fahrzeuge wegen vollkommen abgefahrener Reifen stillgelegt wurde, bestätigte sich nicht. „Richtig ist, dass einer der Lkw-Reifen praktisch kein Profil aufwies. Das Bild dazu haben wir auch auf Facebook geteilt. Tatsächlich waren diese Reifen aber nicht an der Zugmaschine, sondern am Hänger angebracht, weshalb es zwar eine Strafe, nicht aber eine Stillegung nach sich zog“, erläuterte Kretzer.

Insgesamt waren an der groß angelegten Aktion, die von 7 bis 15 Uhr andauerte, 15 Polizeibeamte, sowie vier weitere Beschäftigte der Polizei Duisburg beteiligt. Die großen routinemäßigen Kontrollen gerade von Lkw werden von der Polizei seit einiger Zeit in unregelmäßigen Abständen organisiert. Dabei geht es vor allem darum, das Bewusstsein von Fahrern und Spediteuren zu stärken, dass Verstöße gegen Lenkzeiten, fehlerhafte Ladungssicherung oder der Einsatz von Fahrzeugen mit technischen Mängeln keine Kavaliersdelikte sind und von der Polizei sehr intensiv verfolgt werden. Entsprechend sollen die Kontrollen, für die vor einigen Monaten auch eigens eine mobile Waage angeschafft wurde, um das Gesamtgewicht zu prüfen, auch in der Zukunft fortgesetzt werden.

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