Krefeld: Massenschlägerei mit Schwerverletztem an Uerdinger Straße

Großeinsatz der Polizei an Uerdinger Straße: Massenschlägerei mit Schwerverletztem

Zwei Dutzend uniformierte Polizeibeamte und zusätzliche Kollegen in Zivil trennten die Streithähne zweier miteinander bekannter Familien, die sich gestern Mittag eine Massenschlägerei lieferten. Dabei gab es einen Schwerverletzten, der nach unbestätigten Meldungen mit einem Baseballschläger attackiert worden war.

Als die Polizei mit einem Großaufgebot an der Uerdinger Straße in der Nähe des Bockumer Platzes anrückte, war die Lage für die Beamten in Uniform und für die in Zivil unübersichtlich. In einem Haus und auf dem Grundstück drumherum war es offenbar zu einer Schlägerei zwischen zahlreichen  Angehörigen untereinander bekannter Familien der Volksgruppe der Sinti und Roma gekommen. Dabei soll es zwei Verletzte gegeben haben, die nach einer notärztlichen Versorgung mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurden. Einer der beiden ist schwer verletzt, Lebensgefahr besteht für den Mann  wohl nicht.

Die lautstarken Streitigkeiten gingen gestern Mittag auch nach dem Eintreffen der rund 30 Beamten gegen 13. 20 Uhr weiter. Ein Mann beschimpfte von einem Balkon herab andere Personen, die sich auf dem Gehweg der Uerdinger Straße aufhielten. Wie Augenzeugen berichten, zeugte ein großer Blutfleck auf dem Bürgersteig von der Aggression der Beteiligten. Nach noch unbestätigten Meldungen soll ein Baseballschläger im Spiel gewesen sein. Er wurde von der Polizei offenbar sichergestellt und in einer Plastiktüte vom Tatort entnommen, berichten Beobachter.

Die Polizei sprach offensichtlich Platzverweise aus, um die Kontrahenten voneinander fernzuhalten. Laut Augenzeugen fuhren Beamte einen weißen Pkw von dem Grundstück hinunter, weil der Fahrer selbst sich dort nicht mehr aufhalten durfte.

Während des gesamten Einsatzes war die Uerdinger Straße in dem betroffenen Abschnitt gegenüber der Einmündung zur Windmühlenstraße für den kompletten Verkehr und auch für Fußgänger knappe zwei Stunden lang gesperrt. Die Straßenbahn konnte so lange nicht passieren. Schaulustige gab es nur wenige.

An der Massenschlägerei waren angeblich zwischen sechs und zehn Personen aktiv beteiligt. Darüber hinaus hat es wohl weitere Männer und Frauen unterschiedlichen Alters gegeben, die sich lediglich verbal  an der Auseinandersetzung beteiligt hatten. Die Polizei war gestern zu keiner Stellungnahme bereit. Die Beamten wollten zuerst die Berichte der Einsatzkräfte vor Ort abwarten und auswerten.

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